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 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen

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 Câine


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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Mo Nov 05, 2012 7:23 am

"Was ist mit Ihnen, My Lady?"[7b], der blick der Hündin verunsicherte den Kampfhund. Ers wusste, dass sie erstens nicht viel von ihm hielt undihn zweitens mit ihrer traumatischen Erfahrung verband. Er kam einige Schritte näher, achtete aber darauf ihr nicht zu dicht auf die Pelle zu rücken. Die Streunerin schien sich wieder erholt zu haben, also riss er sich zusammen.
Er musste einfach fragen. [b]"Wie seid ihr hierher gekommen?"


Er wusste selbst nichtmehr genau warum er die Hündin wie eine hohe Persönlichkeit ansprach doch als sie jetzt die Ohren austellte, erinnerte er sich wieder. Es lag an ihrer ganzen Körperhaltung. Sie lief nicht geduckt wie ein Straßenköter, auber stolzierte auch nicht wie ein eingebildeter Snobhund. Deshalb achtete er sie. Trotz ihrem bissigen Charackter, den er bei jedem anderen Hund als 'verkommen' bezeichnet hätte.

Wie konnte sich My Lady nur so verändern?', der hellbraune Rüde hätte sie amliebsten noch etwas gefragt, doch es gehörte zu seinem guten Benehmen, die Fähe ersteinmal antworten zu lassen. Außerdem war er sich sicher, dass sie ihn mit einer scharfzüngigen Bemerkung abspeisen würde. Dazu hatte sie genug Rechte. Er hatte sie zusammen mit Thriller und Krimi richtiggehend gesalkt, um herauszufinden, wer ihre Menschen umgebracht, und sie so grässlich zugerichtet hatte. Wieder tauchte ein Bild in seinem Kopf auf.

My Lady mit einem dicken weißen Verband um Nacken, Brust und Rücken, der ihre Schusswunden verbarg, die dieser kranke Typ ihr zugefügt hatte. Damals hatte er geglaubvt, eine Seelenverwannte gefunden zu haben. Auch er hatte die Person, die er liebte nicht beschützen können, und My Lady war die Einzige, die es wusste.

[Fragt Jenna-wartet auf Antwort-denkt nach]


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 Jenna

Broken Soul
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Mo Nov 05, 2012 7:55 am

Jenna betrachtet den großen Rüden eine Weile die ganzen grässlichen Erinneruneg schlungen wieder
in ihrem Kopf herum. Wie sie die Treppe hochlief trotz der Verletzung und sich dann im oberen Stockwerk in einem
kranken Blutbad wiederfand. Selbst ihre junge Besitzerin von damals das kleine mädchen hatte
dieser kranke Psychopath nicht verschont. Es sah sogar so aus als hätte er gerade freude dabei gehabt sie zu quälen und ihr dies anzutun.
Jenna funkelte den Braunen Rüden an und knurrte Was ich hier mache? WAS ICH HIER MACHE?
ICH KÄMPFE UM MEIN LEBEN VERDAMMTE SCHEIßE! Du willst wissen wa sich hier mache?
Tzja ein kranker Psychopath hat meine Famile abgschlachtet und in meinem alten Heim
ein grässliches Blutbad zurück gelassen. Aber was am schlimmsten ist obwohl ich draran schuld bin
lässt mich dieses Arschloch am Leben
! Ihre Stimme klang hart beianhe wütend doch ihr blick war so
kalt und leer wie immer. Ihr Körper war angespannt und aus ihrem enorm dünne Körper stachen die Muskeln heraus.
bald entspannte sie sich jedoch wieder und musterte den Rüden eine Weile.
Sie schüttelte sich kurz und wollte schon weiter laufen doch mitten in ihren harten Schritten
blieb sie stehen und musterte den Rüden von damals. Er hat sich nicht sonderlich verändert
nur etwas dünner geworden hart und rau meinte Jenna Früher sahst du besser aus solltest mehr essen!
Ihr Blick hart und ferletzend wie zuvor scannte kurz die umgebung ab und dann ging sie langsam los.
Doch aus ürgend einem Grund blieb sie schon wieder stehen was war das?
War es dieser große Drang diesen grausamen Fall zu lösen? Warum hatte Jenna ihn?
Warum konnte sie nicht einfach weiter gehen desinteressiert wie sie sonst immer war.

(antwortet Cain/ bleibt stehen)

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 Câine


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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Mo Nov 05, 2012 8:40 am

"Ihr wollt ihn finden, oder?", Câine brauchte nur wenige Schritte um sie einzuholen. Er wusste auch nicht warum, aber er hatte gegenüber der Hündin ähnliche gefühle wie für seine Schwester. Die beiden waren eigentlich das Gegenteil von einander und Ladybird war auch ihm nicht ähnlich. Überhaupt nicht um ehrlich zu sein. Eigentlich ging er Gettho-Hunden aus dem Weg.

Aber diese Schäferhündin wusste, etwas von seiner Vergangenheit, wovon niemand anderes eine Ahnung hatte, und von der er auch nur selten etwas zu Gesicht bekam. Sie war damals dabei gewesen, dass wusste er noch genau, aber was sonst passiert war...er wusste es nichtmehr, Oder vielleicht hatte er es auch nie gewusst.

"Du meinst du bist daran schuld...", fuhr er mit seiner rauen Stimme fort. "Aber, wieso willst du dann den finden, der dir das damals angetan hat, Ladybird? Willst du Rache? Oder möchtest du, dass er auch dich umbringt?", unbewusst hatte er aufgehört sie mit 'Ihr' anzusprechen. Es schien ihn aus irgendeinem Grund nichtmehr passend.

Möchtest du etwa sterben?, führte er seine Fragen in Gedanken weiter.Möchtest du enden, wie ich enden möchte?
Wütend schüttelte er den kantigen Kopf. Dazu hatte er jetzt keine Zeit! Er durfte nicht an Suizid denken, solange Ladybird nicht vor diesem kranken Psychopathen in Sicherheit war!

[läuft Jenna hinterher-Denkt daran, dass er ihr Helfen muss]

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 Jenna

Broken Soul
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Mo Nov 05, 2012 9:02 am

Jenna drehte ihren Kopf wieder halb um und musterte diesen Cain.
Ihr blick war hart und stechend. So wie immer eigentlich schon von ihrem Blick waren viele Hunde
eingeschüchtert. ..Ich werde ihn schon finden und wenn ich ihn gefunden habe meinte sie in seltsamen Ton und ihre Augen musterten den Rüden beinahe misstrauisch doch er sprach schon weiter. Der Rüde stellte immer seltsamere Fragen wie Blitze
durchschossen sie ihren Kopf. Sie schaute in seine Augen und zwengte ihre zusammen
das sie beinahe wütend aussah. Ihre braunen, glitzenden Augen funkelten wie Blitze
die gerade jemanden erschlagen. Du stellst eindeutig zu viele Fragen! sagte sie ohn dem Rüden
überhaupt zu antworten. Sie ging weiter Richtung Schrottplatz und drehte sich
nicht mehr um trotzdem leif sie recht lamgsam.
Doch die Worte des Rüden blieben, sie dröhnten in ihrem Kopf weiter und bald
blieb sie wieder stehen und schlug ihre Krallen in die klate, weiche Erde.
Das geht dich alles nen verdammten Scheißdreck an zischte sie.
Eigentlich wollte sie nicht so unfreundlich sein doch heite war so vieles passiert
dieser seltsame Mord, dann dise komische Hunde Gruppe natürlich nicht zu vergessen
dieser nervige Schäferhund Rüde und jetz auch noch dieser möchtegern Psychologe langsam reichte
es der Hündin. Ich hab so schon genug Probleme dachte sie sich und ihre Gedanken schossen kurz
auf den Schrottplatz in dessen Richtung sie sich auch bewegte.


(antwortet Cain/ ist genervt/ geht weiter richtung Schrottplatz)
(sry is diesmal etwas kurz geworden und Cain nich persöhnlich werden Jenna is immer so )

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 Câine


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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Di Nov 06, 2012 4:54 am

Câine blieb stehen und sah der Hündin nach. Warum gab er sich überhaupt solche Mühe mit ihr. War ihm doch egal, das sie etwas von ihm wusste, dass er nicht wusste. So wichtig konnte es nun auch wieder nicht sein. Er würde keinen weiteren Anlauf machen sich mit ihr zu versöhnen. Er musste sie nicht beschützen! Immer wieder wiederholte der Kampfhund diesen Satz während er ihr mit den Augen folgte, bis sie zwischen den Bäumen verschwand.

Als er sich sicher war, dass sie ihn nicht mehr hören oder sehen konnte, summte er leise die Melodie von Morrisseys, 'You have kill me' vor sich hin, während er tiefer in den Wald trottete. Als er bei 'I entered nothing, and nothing entered me' angekommen war, hörte er etwas hinter sich. Das war nicht Ladybird, dieser Hund war um einiges größer, und er roch auch vollkommen anders, gefährlich...

Er wurde etwas schneller und trabte weiter, die Schritte schienen nicht näher zu kommen, aber dieser Jemand kam genauso schnell hinter ihm her, so schienb es ihm zumindest. Als er nach einigen Minuten stehen blieb, war alles still.
"Verdammte Paranoia", murmelte Câine als er sich unter einen Baum in den Schatten setzte. 'Doch! Da war es wieder!'

Der hellbraune Rüde hatte kaum Zeit die Gefahr zu erkennen, als ihn der riesige Spürhund auch schon ansprang. Er war zwar stark, aber dieser Hund war im Vorteil. Dennoch schüttelte er den Fremden ab und warf sich auf ihn, doch dieser rollte sich unter ihm weg und packte ihn an seinem rechten Hinterlauf.. Der Streuner jaulte wütend auf, wirbelte herum und verbiss sich im Nacken des Angreifers. Beide Rüden hatten sich ineinander verkrallt und rollten übereinander, bis der gefleckte Spürhund es schaffte, Câine auf den Boden zu nageln. Dann hob er triumpfierend den Kopf. "Hierher" Ich hab einen Streuner gefangen!
Kommt hierher!"
.

Beinahe verzweifelt wannt sich der Kampfhund unter den riesigen Pfoten des anderen.
Aber er merkte dass es aussichtslos war, wenn er überleben wollte, konnte er nur abwarten.

[Bleibt stehen-schaut Jenna nach-geht-hört etwas-rennt-ärgert sich-wird von einem Spürhund gefangen]
(Es ist genau so wie ich es wollte, ich mags wenn Câiney seine bedepperte Seite zeigt)

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 Jenna

Broken Soul
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Di Nov 06, 2012 5:28 am

Jenna ging weiter schritt für schritt die seite mit dem Streifschuss schmerzte sie doch
die Hündin lief wie immer einfach weiter. Wieder träufelte etwas Blut aus ihrer Schulter.
Die Schäferhund mix Hündin drehte sich noch einmal um und der hellbraune
rüde Cain war weg einfach weg. Zuerst war Jenna überrascht das sie ihn so leicht
abgeschüttelt hatte was ihr jedoch wieder das Zeichen gab das sie hier weder erwünscht noch wichtig war.
Sie blieb kurz stehen und schaute verächtlich auf die Stelle an der gerade noch der große Rüde stand.
Dann ging sie weiter mit einem lockeren Schritt. Nicht nur das sie eine Einzelgängerin war nein
immer wenn Jenna mit jemanden zusammen war dann passirte dem jenigen etwas und Jenna
bekommt Schuldgefühle, dann muss sie den jenigen retten was letzendlich darin hinaus führt
das sie durch die ganze Gegend gehetzt würd. Mit schweren Schriiten ging die Hündin
voran als sie plötzlich einen Ruf aus der Wald Richtung hörte. Als sie die Worte
des fremden hörte senkte sie den Kopf und seiftze genervt. Nein Jenna du gehst da jetz nicht hin
neeiinnn das geht dich nichts an sagte sie leise zu sich selbst.
7
Widerwillig ging sie letzendlich doch in die Richtjng und erblickte einen fremden Hund der
auf diesem cain drauf stand. Triumpfirend schaute er sie an beinahe als wolle er sie beeindrucken doch Jenna
schaute ihn nur genervt an ja beinahe als wäre er unwichtig was er für Jenna ja auch war.
Hey du Schrei hie gefälligst nicht so rum klar! Und geh von dem Köter runter knurrte sie ihn an.

(gaht weiter/ hilft Cain)

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 Nightmare

A Shadow in the Night
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Do Nov 08, 2012 7:10 am

(out: sorry, ich habe grad mehr oder weniger die komplette Übersicht verlohren. Daher kanns sein, dass der Post etwas seltsam ausfällt)

Die Sekunden schienen für Nightmare fast wie eine halbe Ewigkeit zu vergehen. Ihre Pfoten bewegten sich wie von selber und hinterließen trotz des geringen Gewichts doch tiefe Spuren im matschigen Boden. Doch das bekam sie kaum mit. Ihre Gedanken drehten sich einzig und alleine um die letzten Stunden.
Warum? Was hat das zu Bedeuten? Wie kann das alles sein? Warum der Reptilierengeruch? Und dann auch noch zusammen. Das macht alles keinen Sinn...
Im nächsten Moment wurden ihre Gedanken allerdings schon wieder unterbrochen. Es war Teek. Und Nahia.
Nightmare sah alamiert auf. Was war los?!
"Was ist passiert?",
schoss es aus ihr heraus, während sie einen Schritt nach vorne machte und prüfend den Geruch der bewusstlosen Hündin erschnupperte.
Tot ist sie schon mal nicht...
Die schwarze Hündin sah nocheinmal kurz auf. Teek hatte die Waffe wieder aufgenommen und sprang zum Waldrand. Nightmare nickte nur, bevor sie erneut ihren Kopf zu Boden senkte und sanft das Halsbald der bewusstlosen Hündin packte.

(Rest folgt. Sorry, kommt jetzt bestimmt doof rüber, aber das zu erklären wäre kjetzt etwas kompliziert)

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Ich habe so eine Sehnsucht zu sterben, denn es wäre kein Verderben. Kaum einer würd mich vermissen, ich fühle mich so innerlich zerrissen. Hass und Liebe sich umarmen, es hat keinerlei Erbarmen.
Ich hasse meine Suizidgedanken,
die ich habe Erlebten zu verdanken.
Ich will nicht mehr sein am Leben,
denn es ist nicht zum Erstreben.
Ich wünschte ich könnte ganz tief schneiden,
dann würd ich nicht mehr leiden.

Gedicht aus Stille Tränen
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 Câine


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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Fr Nov 09, 2012 2:31 am

Câine musste zugeben das er sich darüber freute, dass Ladybird ihm gefolgt war, auch wenn er es nicht anmerken ließ. Er nutzte die Überraschung des Spürhundes und wand sich geschickt aus dessen Griff. Dann schnappte er nach der Kehle des Gefleckten und gab ihn so einen eindeutigen Befehl.Verschwinde hier! Hier hast du nichts mehr zu suchen!, als der Rüde sich davon machte, sah er ihm nicht nach, stattdessen schüttelte er sich die Erde aus dem hellbraunen Pelz und sah zu der Schäferhundmixhündin.

"Danke´, My Lady. Ich hatte ehrlich gesagt nicht geglaubt euch nocheinmal, und vorallem nach so kurzer Zeit wiederzusehen...aber ihr scheint mich nicht wirklich zu mögen, deshalb verabschiede ich mich hier von euch und hoffe, dass ihr mich nie wieder zu Gesicht bekommen müsst. Lebt wohl, Ladybird!2, dann drehte er sich um und trottete davon, bei jedem Pfotenschritt trichterte er sich ein, das Richtige getan zu haben, bis er es nichtmehr aushielt und sie dochnocheinmal über die Schulter hinweg ansah. Aus ihren dunklen Augen konnte er wie immer nichts lesen. Waren sie überhaupt jemals lebendig gewesen? Oder gar freundlich? Mit einem wütenden Kopfschütteln lief er tiefer in dem Wald. Diesmal folgte ihm niemand.

Schon als der Kampfhund die Menschen geschaffene Lichtung betrat, roch er Blut und Verwesung. Sein Blick wanderte über einige Baggerschaufeln. Dann schlug ihm ein unverkennbarer Geruch in die Nase Cher Ami!!, doch während nach oben sah, erfasste ihn ein dumpfes, beinahe mulmiges Gefühl. Wenn Cher Ami hier war, dann war er...tot.
Im selben Moment in dem er das dachte, sah er die Leichen.

Sie waren an Drähten aufgeknüpft und jemand hatte ihnen den Bauch der Länge und der Breite nach aufgeschlitzt, sodass Câine ihre Organe sehen konnte. Die tote Menschenfrau mit den hellen Haaren interessierte ihn kaum, viel mehr der kleine, zerbrechlich wirkende Hund mit dem schiefergrauen Fell. "CHER AMI!",Nein, nein! Das durfte nicht sein, das war einfach unmöglich! Das konnte nicht der Hund sein, den er als seine Familie betrachtet hatte!. Mit Tränen in den Augen hob er den großen Kopf und heulte laut auf.

Als er das Knacken von Ästen hörte, sah er überhaupt nicht nach, wer es war. Er wollte jetzt überhaupt nicht wissen. Cher Ami sollte der letzte sein, den er sah, bevor er sterb.Starb...starb...starb..., das Wort hallte in seinem inneren nach als er losrannte. Hier musste es eine Streße geben, Hier irgendwo in der Nähe, sonst währen die Baufahrzeuge überhaupt nicht bis hierhin gekommen. Der hellbraune Rüde preschte durch das Unterholz, wobei er dir zurückschlagenden Äste nicht beachtete....warum?... Dann war er bei der Straße und kauerte er sich in die Farne, die am Waldrand wuchsen. Seine Beine zitterten unkontrolliert als das erste Auto vorbei brauste. Er würde schnell sterben, es warscheinlich nichtmal wirklich spüren.

Cher Ami. Ich komme., dachte er während er losraste, direkt vor den nächsten Wagen.

[Befreit sich-bedankt sich bei Jenna-geht-findet die Leichen von Cher Ami und einem Menschen[3.Fall in der Serie]-will sterben-rennt vor ein Auto]

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 Jenna

Broken Soul
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Fr Nov 09, 2012 3:28 am

Jenna schaute dem großen, braunen Rüden eine Weile an gerade als sie etwas sagen wollte ergriff er das Wort
und meinte das er gehen würde. Jenna war zuerst überrascht ihn einfach so schnell los geworden zu sein
doch gab es der Hündin ein weiteres Zeichen das sie sowiso niamanden brauch, aber auch niamand sie brauch.
Als der Rüde Cain nun ein stück weg war meinte Jenna zinisch Gut! Besser für mich!
Sie setze ihre Körper wieder in Gang und bewegte ihn in die andere Richtung.
Der starke Wind verwehte ihr Fell und trieb die Hündin elicht nach hinten
doch blieb sie wie immer standhaft! Ihr magerer Körper kämpfte sich weiter nach vorne.
Plötzlich hörte sie etwas es klang wie ein leises schreien ürgendwas war da.
Und es hörte sich nach Cain an! Nein Jenna.... neeinnnn du gehst schön weiter! dachte sie sich hart.
Ihr Körper bewegte sich wiederwillig weiter gerade aus. Als sie plötzlich die Augen öffnete.
Und schon war sie an der Straße auf der einen Seite erblickte die Hündin eine Leiche.
Wieder ein Mensch und ein kleinerer Hund der schlimm zugerichtet schien
auf der anderen Seite Cain wie er auf ein Auti zusteuerte. Jenna brauchte nicht lange bis sie checkte
was hier abging. Das Auto was auf Cain zugesteuert kam groß, rot, angeberisch sah nicht so aus
als ob es wegen einem Straßen Hund anhalten sollte. Auch wenn sich die Hündin weigerte
trieb ihr schlanker Körper sie blitzschnell in Cains Richtung.
Das Atuo hubte zweimal doch Cain schien nicht zu reagieren, das Auto fuhr los und raste auf den braunen Hund zu.
Mit voller Wucht rampte Jenna Cain stieß ihn im letzen Augenblick von der Straße
doch das Auto streifte sie stark an der rechten Seite. Mit einem harten Auprall kam Cain an der anderen Seite an
doch Jenna war noch nicht zu sehen plötzlich schoss ein Schatten aus dem auto Getümmel.

(denkt nach/ rettet Cain)

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 Câine


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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Fr Nov 09, 2012 3:44 am

Câine keuchte als er auf dem Boden aufprallte, doch als er verstand was geschehen war, rappelte er sich auf und sah wie Jenna sich ebenfalls rettete."Lass das, Ladybird!", knurrte er wütend und machte einige Schritte rückwärts auf die Straße zu."Lass mich sterben! Ich hab hier nichts mehr verloren!", du willst nicht sterben, meldete sich eine leise Stimme in seinem Kopf, doch er vertrieb sie, indem er auf di Streße trat.
Durch seine Pfoten spürte er wie ein Wagen auf ihn zurumpelte, vorsichtig trat er einen weiteren Schrtt zurück. Gleich, Cher Ami, gleich, dachte er und schloss die Augen, aber dann öffnete er sie wieder und sah die Schäferhundmixhündin an. In ihren Augen konnte er etwas erkennen, diese Augen, die sonst so tot waren, wirkten traurig...doch er konnte sich auch irren. Aber dieser Moment hatte dem Kampfhund gereicht um sich wiedre zu sammeln. Wasd war überhaupt mit ihrm los? Wie konnte er so dumm sein, einfach zu glauben, er könnte sterben? Er musste den Mörder finden und Cher Ami retten. Grade als er diesen Gedanken erfasst hatte, rammte ihn der Wagen und er krachte hart auf den Asphalt.
Es war nicht so wie er es sich vorgestellt hatte, er dachte sterben wäre einfach. Doch es war grässlich. Seine Schulter war, ebenso wie seine Flanke aufgerissen und blutete stark. Seine Vorderpfote schien gebrochen oder verstaucht. "Damn", flüsterte er leise und Blut quoll aus seinem Maul. Na super, jetzt auchnoch innere Verletzungen!
Vorsichtig versuchte er aufzustehen, kippte aber wieder um. Beim zweiten Mal stellte er die Pfoten weiter voneinander entfernt und stemte sich auf die Beine. Es dauerte einige Sekunden bis er stand. Câine hustete Blut, als er zitternd und unsicher einen Schritt machte. Beinahe wäre er wieder zurück gesunken, doch dann schaffte er es, von der Straße zu humpeln, dann war er jedoch am Ende seiner Kräfte und brach neben Ladybird zusammen.

[Schreit Jenna an-läuft auf die Streße-wird angefahren-schleppt sich von der Straße]

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 Jenna

Broken Soul
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Fr Nov 09, 2012 4:45 am

Jenna rappelte sich langsam auf benommen und mit einer schramme die jedoch vom Fell verdeckt wurde.
Sie kochte vor Wut als Cain sie anmotze und hirmit bschloss die Hündin nie wiede rjemanden zu retten!
Doch was machte der rüde steuerte gleich wiederf auf ein Auto zu.
Diesmal ein großes blaues sie wollte am liebsten gehen einfach weg doch das könnte sie sich nicht einfach verzeihen!
Im nächsten Moment brach Cain volkommen blutend unter ihr zusammen.
Mehrere Gedanken strömten durch Jennas Kopf was sollte sie machen selbst wenn der Rüde überleben sollte?
Siw zog ihn etwas von der straße weg darauf hin shcaute sie ihn eine Weile an stumm.
BIST DU EIGENTLICH VOLKOMMEN BESCHEUERT? HAST DU SIE NOCH ALLE DU
IDIOTISCHER KLEINER SUIZIF GEFÄHRDETER DRECKS KÖTER DU!
Absulut beshceuert oder was? Wieblöd kann man sein? Ich hasse dich! Wegen dir währen wir beide
beianhe drauf gegangen verdammt
! Ein lautes Knurren schoss aus ihrer Kehle und am liebsten
hätte sie alles zerissen was ihr ins Maul kommt.
Der Rüde tat gerade das was sie schon oft vor hatte.... doch soetwas war für sie einfach nur schwach.

(schreit cain an aus sorge und wut)
(sry is etwas kurz und cain nimm das bitte nicht persöhnlich!)

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 Gast

Gast
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Fr Nov 09, 2012 12:21 pm

Obwohl es erst Vormittag war, dunkelte die ungemütlicheWolkenfront den Himmel ab, zu dem Nala durch das Fenster hinaufsah. Regen lief in unregelmäßigen Bahnen vor ihren Augen herab, und das gleichmäßige Prasseln wirkte normalerweise beruhigend auf die Elfenbeinfarbene. Heute nicht. Heute hatte sie nur das keuchende Husten Rose' in den Ohren, die hinter ihrer Schwester auf einer blauen Decke lag und schlief. Als Nala ihre Augen von dem düsteren Anblick draußen losriss, fixierte sie stattdessen diese mit ihren blauen Augen. Kummer. Sorge. Liebe. So viel gleichzeitig empfand sie für das kleine, zierliche Fellbündel. Es war nicht fair, dass sie sterben würde. Um den Kloß in ihrer Kehle zu lockern, leckte die Birmakätzin sich einmal über das Brustfell, ehe sie wieder auf die Straßen sah und jede Bewegung dort wachsam verfolgte.

War ja nicht so, dass ihr Leben sonst langweilig gewesen wäre. Seit gestern war etwas anders. Auch zu ihr war der Mord auf dem Bahnhof bereits durchgedrungen, und quittiert hatte sie das Ganze mit einem leisen Fauchen. Was hätte sie auch sagen sollen? Katzen wären nicht so tollpatschig, sich festbinden zu lassen? War doch nur ein Hund? Alles Lügen. Es war grausam, nachdem, was erzählt wurde. Grausam. Aber sie hatte nicht den Mut aufbringen können, zum Schauplatz des Geschehens zu gehen und sich die Gräueltat mit eigenen Augen an zu schauen - wobei Mut vielleicht eine ungünstig gewählte Umschreibung für die Tatsache ist, dass sie Roses Fragen nicht ertragen konnte. Sobald die Kleine sah, dass ihre Schwester hinausging, zischten Fragen auf diese zu. Wo gehst du hin? Was machst du? Darf ich mitkommen? Vorallem die letzte Frage gab Nala zu denken. Sie wollte Rose nichts böses, im Gegenteil. Aber sie mitnehmen, wenn es um Mord ging? Unvorstellbar.

Nachdenklich fuhr Nala mit einer Pfote über den kühlen, feuchten Fensterrahmen. Sie sollte hinausgehen. Jetzt, wenn Rose schlief. Sie würde ihre Ruhe haben, auch vor Mrs. Caroline. Hin und wieder ertönte im Nachbarzimmer ein dumpfes Knallen, ein Zeichen dafür, dass ihre Besitzerin in der Küche am Werkeln war. Gut, war also auch sie beschäftigt. Und der Hund? Wahrscheinlich ruhte auch er, vielleicht auf einem Ball herumkauend, wie er es in letzter Zeit oft tat. Blitzschnell war diese Kurzanalyse der Hausbewohner verlaufen - wobei sie Rose einfach als "schlafend" anstatt krank definiert hatte - sprang Nala von dem breiten Fensterbrett. Kaum auf dem Parkett aufgeschlagen, schlich sie auch schon Richtung Tür, zwängte ihre Pfote durch den Spalt, um sie weiter zu öffnen, und schlüpfte hindurch. Die Diele war dunkel und nass von den Menschenschuhen, als die Katze vorsichtig über den Schuhabtreter schlich - wobei sie das unangenehme Reißen an ihren Ballen zu ignorieren versucht - und schließlich durch die Katzenklappe entschlüpfte.

Draußen empfing sie der kalte Stein und nasser Regen, aber das machte nichts. Nalas Fell war dick und sie solche Umstände gewohnt, anders, als man es normalerweise von einer Menschenkatze erwartete. Also strich sie vorsichtig durch die Straßen der kleinen Stadt, in Gedanken immer noch bei dem seltsamen Bild in ihrem Kopf, Hund und Mensch im Tode vereint zeigend. Seltsam. Hin und wieder lief die Rassekatze Gefahr, mit ihren weißen Pfoten in einer dreckigen Pfütze zu landen, und auch nur dann schreckte sie hoch, vergewisserte sich, dass sie einigermaßen sauber war, und lief weiter. Bald schon liefen die Tropfen an Schnurrhaaren und Pelz herab, was sich vorallem durch das zunehmende Schweregefühl ihres Fells bewies. Mit gegen den leichten Wind angelegten Ohren, steuerte Nala den Wald an. Wenn sie hinausging, dann meistens in den Wald; oder eben auf die Dächer, wo sie ihresgleichen zu treffen pflegte. Aber wie erwähnt, seit gestern war etwas anders, und so trugen sie ihre Pfoten zu den im Wind schaukelnden Bäumen, die sich in naher Ferne aneinander reihten.

Gereizt blinzelnd, erreichte Nala schließlich den Waldrand, und tauchte erleichtert in den Schutz der dunkelgrünen Schatten ein. Das vom Himmel kommende Nass übertönte alle anderen Geräusche, weswegen sich Nala auch nicht viel dabei dachte, als sie etwas hörte. Zuerst nur leise, aber schließlich war sie sich sicher, das raue Bellen von Hunden vernommen zu haben. Zweierlei Gefühle machten sich in der Katze breit - Angst und Neugier. Angst hatte sie vor Polizeihunden und diesen räudigen Kläffern, die sie manchmal auf der Straße traf. Aber andererseits klangen die Stimmen seltsam aufgebracht. Dennoch siegte die Vorsicht in Nala und sie blieb an Ort und Stelle, dass helle Fell gegen den stetig fallenden Regen aufgeplustert, die Ohren aufmerksam Richtung Geräuschequelle gespitzt.

[Sitzt auf der Fensterbank | Denkt über Mord nach | beobachtet Rose | schließt, dass alle beschäftigt sind | verlässt das Haus | tigert durch die Straßen | taucht in den Wald ein | hört Stimmen nahe beim Feld | bleibt stehen]
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 Câine


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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Sa Nov 10, 2012 2:40 am

Damn, jetzt machte sich Ladybird auch noch sorgen um ihn! Er war so ein idiotischer Drecksköter, wie sie es gesagt hatte! Er sprch wie ein Snob und benahm sich wie der letzte Trottel! Was half es Cher Ami oder Ladybird wenn er starb? Er wollte sterben, aber es war wichtig, dass diese Hündin nicht in der Nähe war. Der große Kampfhund wollte antworten, doch es kam nur ein leises Röcheln aus seiner Kehle.
Und Blut. Wieder jede Menge Blut. Als die Schäferhundmixfähe ihn beschimpfte, versuchte er wieder aufzustehen, musste sich aber wieder zurück sinken lassen. Und wieso hast du das gemacht du egoistischer Depp?, meldete sich eine knurrende Stimmme in seinem Kopf. Diese Stimme gehörte zwar ihm, aber so sprach er nur mit sich selbst.Sei still!Fahr zur Hölle!, blaffte er die Stimme an und versuchte, wenigstens den Schädel vom Boden zu bekommen. Okay, das klappte, aber es tat verdamt weh.

Seine Beine wurden taub, aber seine Pfoten und Wunden glühten als lägen sie im Feuer. Damn!, wiederholte er für sich und verdrehte die Augen, um Ladybird sehen zu können. Sie wirkte aufgebracht, doch inzwischen konnte er ihre Stimme nichtmehr hören. Er hörte überhaupt nichts mehr, doch es störte ihn nicht. Diese Stille tat so gut...müde schloss er die Augen. Als er sie wieder öffnete, war auch die Hündin verschwunden, ebenso wie alles andere. Câine lag in der Finsternis und spürte wie das Blut auf seiner Wange langsma trocknete. Als er die Schnauze einen Spalt öffnete, kam kaum neues nach.
War das möglich? Gab es noch eine Chance für ihn? Wenn ja, dann wollte er es richtig machen. Er wollte Ladybird um Verzeihung bitten und Cher Amis Mörder richten.

Seine Augen begannen zu schmerzen und er blinbzelte mehrere Male.
Der Lärm der Welt drang schrecklich laut an seine Ohren und er stöhnte als seine Wunden zu brennen begannen, als die Taubheit aus ihm wich. Lebe du Köter!, knurrte er sich selbst in Gedanken zu und ordnete langsam seine Beine um aufstehen zu können.

[Macht sich Vorwürfe-möchte aufgeben-wird ohnmächtig-will leben-merkt das das Blut etwas trocknet-versucht aufzustehen]
(Ich hät das selbe gemacht Jennchen! Du schreist ihn an und er will wieder leben un so)

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 Teek

Gefangener Rächer
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Mo Nov 12, 2012 4:31 am

Mit jeder Sekunde, die sie hier am Waldrand ausharrten, ohne endlich los zu laufen, stieg die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschen Jenna fingen, dass sie die Jagd nach ihr aufgaben oder dass sie das Interesse an ihr verloren und umkehrten, um Jagd auf die anderen Tiere zu machen. Hier am Waldrand waren sie nicht sicher. Teek spürte, wie sein Nackenfell sich aufstellte, als Nightmare sich viel zu langsam auf ihn zubewegte. Sie schien tief in Gedanken versunken und Teek konnte sie ja verstehen, er selbst hatte auch durch dieses Erlebnis genug Stoff bekommen, um den Rest des Tages grübelnd vor dem Bunker zu sitzen, aber jetzt war nicht der richtige Zeitpunkt zum Überlegen! Sie mussten weg. Schnellstens. Es ging alles viel zu langsam.

Die Polizeiautos waren am Horizont verschwunden, zwischen den Feldern. Aber immer noch liefen Menschen – viele Menschen – zwischen den Schuppen und auf den Bahngleisen herum, teils Schaulustige, teils zurückgebliebene Hundefänger, Sanitäter oder Polizisten. Sie waren noch in Sichtweite. Das war nicht gut. Teek trabte ein Stück voraus, in den Wald hinein, aber nicht weit. Wenn er sich eine solche Mühe gemacht hatte, um Nightmare und Nahia heil aus dem ganzen Chaos heraus zu bringen, konnte er sie jetzt nicht einfach sich selbst überlassen. Also drehte er sich um und knurrte kurz, um seiner Ungeduld Ausdruck zu verleihen. Worauf wartest du noch?
Auf eine Erklärung vermutlich. Nightmare hob den Kopf von Nahia und fragte Teek, was passiert sei. Ärger prickelte in den Pfoten des Schäferhundmischlings. Hatte die schwarze Hündin denn nicht zugehört? Hatte sie vielleicht nicht einmal mitbekommen, dass dieser Schäferhund Nahia gebracht hatte? Kurz trat Teek von einer Pfote auf die andere und überlegte, was oder ob er antworten sollte, dann beschloss er, dass keine Zeit mehr war und dass es sich eh nicht gut anhören würde, wenn er mit der Pistole im Maul versuchte, einige längere Sätze zu formulieren, und schnaubte abfällig. “Wir müssen los. Jetzt! Keine Zeit für Gespräche!“ Die Worte klangen wegen dem sperrigen Metallstück in Teeks Maul etwas dumpf, waren aber deutlich und gut zu verstehen.

Er wartete nicht länger.
Nightmare hatte sich mit einem Nicken bereits in Bewegung gesetzt, noch bevor Teek ihr antwortete – falls man es eine Antwort nennen konnte. So bereitwillig und verständnisvoll, wie die Schwarze sich jetzt fügte, bekam er fast ein schlechtes Gewissen. Nahias Nackenfell war sicher zwischen den Zähnen der schmächtigen schwarzen Hündin verkeilt. Und die graubraune Katze...er hatte sie aus den Augen verloren, aber Katzen waren so: Sie kamen, wenn sie Lust hatten, und gingen, wenn und wohin sie wollten. Auf jeden Fall würde die Katze so oder so zurechtkommen. Sie konnten endlich weiter. Also trat Teek vor, bereit, loszusprinten, vergewisserte sich, dass keine Polizisten, Hundefänger oder andere Menschen in der Nähe waren, wandte sich noch einmal zu der schlanken schwarzen Hündin um und trottete dann los. Er rannte nicht. Zum Einen, weil die Pistole in seinem Maul schmerzte und das Laufen beschwerlich machte, und zum Anderen, weil es nie klug ist, zu rennen, wenn man nicht auf offenem Terrain ist. Man muss bei jedem Schritt die Zeit haben, anzuhalten und die Luft zu prüfen, sonst kann es sein, dass man eine Gefahr oder einen Hinterhalt übersieht.
Nightmare holte ihn ein, und trotz Nahias Gewicht war ihr Trab leichtfüßig und gleichmäßig. In stummer Einverständnis stahlen sich die beiden Hunde – die drei Hunde, wenn man Nahia mitzählte – durch den Wald, so nahe beieinander, dass ihr Fell sich manchmal streifte, wenn sie zusammenrücken mussten, um einem Baum oder Busch auszuweichen. Sie sagten nichts, denn sie hatten es nicht nötig – sie wussten, wohin sie wollten. So hatte Teek es am liebsten. Wortreiche Besprechungen lagen ihm nicht. Stille tat ihm gut. Er sog tief die feuchte, nach Moos riechende Waldluft ein und spürte, wie er langsam begann, sich zu entspannen. Es ist nicht mehr weit. Sie hatten es so gut wie geschafft.

[ ungeduldig | gibt Nightmare eine barsche Antwort | wartet auf sie | läuft zusammen mit ihr in den Wald hinein ]
(Sorry, etwas kurz, der nächste wird länger)

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 Nightmare

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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Mi Nov 21, 2012 7:39 am

Nightmare versuchte tief durchzuatmen. Ihr Nacken schmerzte, während sie die Hündin hoch hiefte. Auf die Worte des Schäferhundes fand sie keine Antwort. Wortlos sah sie ihn an und nickte leicht, kaum merkbar. Dann trat sie ebenfalls den Rückweg an, das schwere Gewicht so vorsichtig wie möglich hinter sich her schleppend. Eine tiefe Schleifspur war zu erkennen. Nightmare warf ihr einen wütenden Blick zu, doch was sollte sie machen?
Ihr fehlte Teeks Kraft, um die Hündin ganz hoch zu heben. Ihr Nacken brannte jetzt schon unangenehm, und Nightamre ertappte sich bei den Gedanken, wie lange sie es wohl so aushalten würde. Dazu kam der immer noch ungestillte Hunger, und die bleiernde Müdigkeit, die sich mit einen Mal in ihren Körper ausbreitete.
Doch ihr Stolz verbot es ihr, dies auf irgendeine auch nur erdenkliche Weise zu zeigen.
Ihr Kiefer umklammerte Nahia unwillkürlich etwas fester, um zu verhindern, dass diese ihr entglitt. Einen Moment lang hielt die Hündin inne, um Kraft zu sammeln, dann trat sie rückwärts weiter, den Kopf so hoch es ging erhoben. Krampfhaft versuche sie, den Schmerz zu ignorieren; Ihre Pfoten bewegten sich fast von alleine. Äste zerbrachen knackend unter ihren Pfoten und das Laub raschelte hin und wieder.
Schon bald spürte Nightmare alle ihre Knochen und Muskeln, dennoch verlangsamte sie weder ihr Tempo noch lies sie sich etwas anzeigen. In ihren Augen war der unbezwingbare Stolz und Trotz zu erkenne, wie sie selten bei Hunden wir ihr zu erkenne sind.
Fest zog sie Nahia hinter sich her. Äste schlugen ihr in den schmerzenden Nacken und mehr als einmal stolperte sie über ein kleines Hindernis. Im Schutz der Bäume fühlte sie sich etwas sicherer. Die Blätter, die wie ein dicker Teppich über den Boden lagen, dämpften ihre Schritte und die Schleifspur war nicht mehr ganz so deutlich zu erkennen.
Es wurde ihr unwohl, wann immer ihr Blick auf diese fiel. Man brauchte nur Augen im Kopf haben, um sie zu erkennen. Selbst die Menschen, die eh schon etas beschränkt im denken waren, würden diese nicht übersehen können.
Nein, so wurde das nichts.
Es war Selbstmord, wenn sie sie so weiter zum Lager zog. Es würde das Ende von allen bedeuten...
In Nightmare kämpften die Gefühle und Gedanken. Krampfhaft suchte sie nach einer Lösung.
Es war klar, sie konnten nicht zum Lager, nicht so. Einer musste zurück bleiben und die Menschen aufhalten.
Kurz gedachte sie, Nahia einfach liegen zu lassen. Doch schon bald wurde dieser Gedanke in den Wind geschlagen. Nein, dass konnte sie nicht tun. Nahia gehörte zum Rudel. Sie im Stich zu lassen war unmöglich.
Es gab nur einen Ausweg.
Ruckartig blieb Nightmare stehen. Sanft legte sie Nahia auf den feuchten Boden, dann sah sie sich suchend nach Teek um; ohne vorher den schmerzenden Nacken zu strecken. Dies hatte noch Zeit.
"Teek."
Ihre Stimme war klar und deutlich, aber auch hart und ernst.
"Ich muss hier bleiben. Wir können Nahia unmöglich mit zum Lager schleppen. Es wäre unser aller Tod..."
Einen Moment lang schwieg sie um ihre Worte wirken zu lassen. Forschend sah sie Teek an, und erneut ertappte sie sich bei den Gedanken, wie sie Teek bewunderte. Seine Kraft, seine Härte...
Er wäre kein schlechter Führer..., schoss es ihr durch den Kopf.
Schließlich fuhr sie fort.
"Geh du ins Lager und kläre die anderen auf. Ich werde mich mit Nahia ins Gebüsch verkriechen und warten, bis sie wieder wach ist. Lange wird's ja wohl nicht mehr dauern."
Sie versuchte, ihrer Stimme einen bestimmten Klang zu verleihen.
"Wartet dort auf uns."
Es war klar, dass sie keinen Widerstand duldete...

[zieht Nahia durch den Wals | denkt nach | spricht mit Teek]

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Ich habe so eine Sehnsucht zu sterben, denn es wäre kein Verderben. Kaum einer würd mich vermissen, ich fühle mich so innerlich zerrissen. Hass und Liebe sich umarmen, es hat keinerlei Erbarmen.
Ich hasse meine Suizidgedanken,
die ich habe Erlebten zu verdanken.
Ich will nicht mehr sein am Leben,
denn es ist nicht zum Erstreben.
Ich wünschte ich könnte ganz tief schneiden,
dann würd ich nicht mehr leiden.

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 Teek

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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Fr Nov 23, 2012 4:31 am

Laufen konnte eine eintönige, erschöpfende Angelegenheit sein – wenn man kein Hund war. Hunde sind zum Laufen geboren. Wenn Teek und Kyle wieder einmal aus einer Stadt fliehen mussten, weil sie dort für Aufruhr gesorgt hatten und nun noch gesuchter waren als die schlimmsten Kriminellen des Ortes, waren die beiden manchmal einen ganzen Tag lang gelaufen, Kilometer und Kilometer, in einträchtigem Schweigen. Meistens nebeneinander, aber manchmal hatte Kyle sich zurückfallen lassen – und mit „Zurückfallen“ waren einige hundert Meter gemeint – um nach Verfolgern Ausschau zu halten. Ja, Hunde wussten, wie man lief. Nicht im Schritt, so langsam wie die Menschen – das würde das Laufen nur noch eintöniger machen. In einem flotten Trab. Teeks Beine hatten Kilometer um Kilometer verschlungen, so mühelos, als hätte er nie etwas anderes getan. Und das schienen sie auch diesmal zu tun. Das Einzige, was ihm zu schaffen machte, war der nasskalte Regen, der sich trotz des dichten Blattwerks im Wald nicht vom Fallen abhalten ließ, und die Pistole in Teeks Maul, die mit jedem Schritt schwerer zu werden schien und die ihm das Gefühl gab, er müsste seine schmerzenden Zähne bald ausspucken. Seine Zunge brannte und er hatte den Verdacht, sie sich wund gescheuert zu haben. Warum lasse ich die Pistole nicht einfach hier fallen und scharre ein paar Blätter darüber? Das wäre so viel einfacher.

Aber Teek wusste, dass er das nicht tun würde. Diese Pistole war nicht nur eine dumme Pistole, sie war das Symbol von allem, gegen das er hasste: Die Gewalt der Menschen, die Menschen selbst und ihre Waffen. Ihre Existenz schadete der Welt mehr, als zu nützen. Eine Pistole wie diese hatte er dabei beobachtet, wie sie einen Staßenhund erschoss. Und eine Pistole wie diese hatte seinem Besitzer das Loch in die Brust gerissen, das Loch, dass zu dessen Tod geführt hatte....bei dem Gedanken umklammerten Teeks Zähne die Pistole fester, er biss so fest zu, dass das Metall knirschte. Verdammt. Das fiel ihm erst jetzt ein....plötzlich bekam Teek Lust, die Pistole zu Staub zu verarbeiten, und wenn er dabei selbst umkam. Aber er beherrschte sich, Nightmare war schließlich auch noch da.

Ja....Nightmare. Teek war in Gedanken versunken ein Stück vor gelaufen, aber jetzt verlangsamte er seinen katzenartig weichen Gang und drehte die Ohren nach hinten. Das Geräusch der Schritte der schwarzen Hündin ging fast unter in dem Rascheln, dass Nahias Körper im nassen Laub verursachte. Es hörte sich an, als würde Nightmare die Australian-Sheperd-Hündin mehr zerren als tragen. Teek runzelte die Stirn, als er das krampfhafte Keuchen der schwarzen Mischlingshündin hörte, und drehte sich zu seiner Leidensgenossin um – zu seiner eigenen Überraschung war er mehr besorgt als genervt. Nightmare machte sich nicht einmal die Mühe, den Ästen auszuweichen, die ihren Lauf behinderten, während Teek sich durch diese kleinen Hindernisse schlängelte, so flink, dass die meisten Äste nicht einmal wippten, wenn er vorüber ging. Ist sie etwa schon wieder am Ende? Ausdauer muss sie aber noch üben...
Als das Geräusch von Nightmares Schritten verstummte, wirbelte Teek herum, noch bevor die Hündin das Wort ergriff. Er überlegte kurz, ob er nicht irgendwie versuchen sollte, Nahia und die Pistole gleichzeitig zu tragen, aber noch ehe er den Gedanken zu Ende gedacht hatte, verwarf er ihn als unbrauchbar. Er hatte selbst gemerkt, wie schwer die Australian-Sheperd-Hündin war, trotz ihrer Magerkeit. Und die Pistole war zu sperrig, um neben ihr noch etwas Anderes im Maul zu tragen, vor allem, wenn man mit diesem „Anderen“ vorsichtig umgehen musste. Teek sah nur den einen Ausweg, dass Nightmare Nahia weiter trug, koste es, was es wolle. Er wollte gerade in genervtem Ton sagen, dass sie keine Zeit für so etwas hatten, als Nightmare das Wort ergriff. Sie sagte seinen Namen.
Das brachte Teek vorerst zum Schweigen.

Und dann erst Nightmares nächste Worte... “Ich muss hier bleiben. Wir können Nahia unmöglich zum Lager mitschleppen. Es wäre unser aller Tod...“ In der Schweigepause, die darauf folgte, war es sehr still. Fast zu still für Teek. Hier bleiben. Sich opfern. Wissend, dass die breite Furche im Schlamm, die Nahias Körper beim Mitziehen hinterlassen hatte, die Menschen allzu schnell zu den beiden Hündinnen lenken würde...ein leises Knurren des Protests kam im Teeks Kehle hoch, aber er schluckte es hinunter und maß Nightmare mit dem Blick. Sie schien es ernst zu meinen. Wie naiv. Naiv, aber mutig...und als sie weitersprach, war kein Zweifel mehr möglich. “Geh du ins Lager und kläre die Anderen auf. Ich werde mich mit Nahia ins Gebüsch verkriechen und warten, bis sie wach ist. Lange wird es ja wohl nicht mehr dauern. Wartet dort auf uns.“

Die letzten Worte gefielen Teek am wenigsten. Ihre Stimme war nicht mehr Nightmares Stimme. Es war die Stimme einer Hündin, die sich nicht von ihrem Plan abbringen lassen würde, auch wenn sie wusste, dass er dumm war. Sehr, sehr dumm. Und sehr, sehr gefährlich. Die Menschen würden den Spuren, die die Tiere hinterlassen hatten, vielleicht nicht folgen, weil sie dachten, die „dreckigen Streuner“ seien die Mühe nicht wert. Aber wer verstand sie schon, die Zweibeiner? Sie waren unberechenbar, zumindest das hatten Teek zwei lange Jahre der Flucht und der Feindschaft gelehrt. Vielleicht waren sie auch so wütend, dass sie, sobald Jenna ihnen entkam, umkehrten und Jagd auf Teek und Nightmare machten. Und wenn sie das taten, würde Nightmare Nahia nicht im Stich lassen. Es wäre der Tod der beiden Hündinnen. Und so wenig Teek sich mit beiden verstand, er hätte nie zugelassen, dass Nightmare so etwas tat. Sie durfte zwar selbst entscheiden, ob sie lebte oder starb, aber wenn sie ihren Plan in Tat umsetzte, könnte Nahia dabei auch ums Leben kommen...

Teek hätte gerne so viel gesagt. Gesagt, dass das nie klappen konnte. Gesagt, dass Nightmare zwar mutig war, aber keine Ahnung von strategischem Denken oder Taktik hatte. Gesagt, dass er es sich nie verzeihen dürfte, wenn jemanden, mit dem er Unterschlupf und Leben geteilt hatte, wenn auch nur kurz, schon wieder verlieren müsste. Gesagt, dass er es nicht wollte, dass er Nightmare und Nahia nie und nimmer alleine lassen würde und dass, wenn schon einer von ihnen zurückbleiben müsste, dieser Einer er sein würde. Aber das....das waren seine eigenen Gedanken. Sie gingen niemanden von diesen unwissenden Möchtegern-Überlebenskünstlern etwas an.
Stattdessen sagte er etwas völlig Anderes. “Zum Fluss ist es nicht mehr weit. Wenn wir erst einmal dort sind, kann ich die Pistole fallen lassen und dir dabei helfen, Nahia zu tragen. Wenn wir im Wasser laufen, werden wir eine Spuren mehr hinterlassen. Komm weiter.“ Seine Stimme war kaum mehr als ein Hauch, wenn auch mit einem drohenden Knurren im Unterton, so, als wollte er eigentlich sagen: Komm jetzt sofort weiter, sonst kannst du etwas erleben. Oh ja. Er war genauso standfest wie Nightmare. Aber für einen Streit oder eine Diskussion hatte er weder Zeit noch Lust.
“Aber eigentlich...“, fügte er fast spöttisch hinzu, drehte sich um und trabte weiter, als sei nichts geschehen. “Eigentlich sind diese dreckigen Zweibeiner die Gefahr nicht wert.“

[ läuft durch den Wald | denkt | hört Nightmare zu | antwortet | läuft weiter ]
Tut mir Leid! Ich weiß, der Post ist total schlimm geworden...

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 Nightmare

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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Do Nov 29, 2012 8:33 am

Teeks Worte prallten an ihr ab wie an einer festen Betonmauer.
Nightmare sah den Schäferhund mit unveränderte Miene an, alle vier Pfoten fest auf in den Boden gerammt und die Muskel gestrafft, so, als müsse sie ihn beweisen, dass sie das schaffen könnte.
Doch in ihr selber ging alles drunter und drüber.
Teek hat ja Recht, aber auch wenn wir es bis zum Fluss schaffen würden, was soll mit Nahia werden? Ich kann sie unmöglich durch den Fluss schwimmend tragen, nicht bei dieser Strömung und der Wassertiefe. Nein, dass ist alles zu gefährlich...
Nightmare setzte schon zu einer Entgegnung an, da drehte Teek ihr schon den Rücken zu. Leicht verdutzt hielt Nightmare inne, kurz über seine Worte nachdenkend.
Wenig später hatte sie sich aber schon wieder gefasst.
"Gut, dann sind wir uns ja einig.", antwortete die schwarte Hündin so sicher und klar, wie nur möglich und drehte sich demonstrativ um. Nahia nahm sie vorsichtig wieder ins Maul und hob sie wieder hoch. Diesmals höher, fest entschlossen, so wenige Spuren wie möglich zu hinterlassen. Ein stechender Schmerz durchfuhr ihr Genick und wanderte über ihren Rücken durch ihren ganzen Körper. Ihr Körper erbebte kurz vor Schmerz, aber sie zwang sich, weiter zu laufen. Dort, unter den großen Wurzeln des umgestürzten Baumes, dort wäre vorerst ein nicht wirklich sicheres Versteck. Aber immerhin besser, als wie eine laufende Zielscheibe mitten im Weg zu stehen...
Erleichtert lies Nightmare den Körper der Freundin zu Boden gleiten. Das Brennen in ihrem Nacken war noch stärker geworden und schwächte nur langsam ab. Sie atmete tief durch und biss entschlossen die Zähne zusammen. Kurz wanderter ihr Blick zu dem im Wald verschwindenen Teek.
Was er jetzt wohl tut?, schoss es ihr durch den Kopf. Doch rasch reif sie sich zur Vernunft.
Es machte keinen Sinn, hier zu warten, bis die Menschen kamen.
Ich muss verhindern, dass sie an Nahia rankommen.
Nightmare fuhr sich mit der ZUnge über die trockenen Lippen, währned sie in Gedanken ihr Weitergehen überschlug.
Am besten wäre es, wenn ich die Menschen irgendwie anhalten könnte...
Beinaha unbewusst erhob sie sich. Ihr Blick wanderte zu der in der Kuhle liegenden Sherperds-Hündin. Reglos lag sie da, schmutzig und leblos. Der burstkorb war das einzige, was sich leicht hebte und senkte.
"Pass gut auf dich auf.", murmelte sie leise, beinahe wehmütig.
Es war keine leichte Entscheidung, Nahia alleine zu lassen. Aber was blieb ihr anderes übrig?
Sei kein Jammerlappen. Los, beweg dich!
Nightmare schluckte trocken, dann setzte sie sich leise in Bewegung.
Wie von alleine bewegten sich ihre Pfoten vorwärts, huschten von einem Schatten zum anderen und achteten darauf, weder in Teeks noch in die Sichtweite von irgend jemand anderen zu gelangen.
Nightmare war froh, dass sich Nahias "Lager" auch so schon hinter einen großen Busch befand. Teek hatte sie unmöglich verschwinden sehen können. Und auch wenn er merken sollte, dass sie weg war und ihm nicht gefolgt war und dann vielleicht Nahia fand, hatte sie auf alle Fälle schon einen großen Vorsprung...
Nightmare wusste nicht, wie lange sie gelaufen war. Sie hatte jeglichen Zeitgefühl verlohren.
Sie hatte es schon längst aufgegeben, überhaupt noch auf Menschen zu treffen und war schon inbegriff, umzukehren, als plötzlich Stimmen ihr Ohr erreichten. Menschliche Stimmen...
Ruckartig blieb Nightmare stehen und lauschte. Ja, da kamen sie, von vorne. Es mochten vier sein, oder doch fünf?
Instinktiv lies Nightmare sich zu Boden fallen und robbte unter das Geäst eines Busches.
Von ihr aus hatte sie den Weg im Auge. Unwilllkürlich hielt sie den Atem an. Alle ihre Sinne waren bis auf's äußerste gespannt. Dies war der alles entscheidende Moment. Wenn sie jetzt versagte, war alles aus.
Im nächsten Moment bogen die Polizisten um die Ecke. Sie hatten zwei Hunde dabei und unterhielten sich angeregt. Die Hunde wiederum pressten ihre Schnauzen tief in den Matsch und zogen ihre Herren wie bessesen hinter sich her. Wie hypnotisiert heftete die schwarze Hündin ihren Blick auf die nahende Gefahr.
Ihr Burstkorb hebte und senkte sich kaum, ihre Pfoten gruben sich in den Schlamm ein.
Zehn Schritte waren die Menschen nur noch entfernt. Zehn Schritte...
Was, wenn etwas schiefgeht?
Sieben Schritte
Ich darf nicht zulassen, das Nahia etwas passiert.
Vier Schritte...
Von den anderen ganz zu schweigen. Und Teek...
Ein Schritt
Ich muss sie am weitergehen hindern!
Mit diesen Gedanken sprang Nightmare nach vorne. Die Äste schlugen ihr ins Gesicht, und schienen nach ihrem Fell zu greifen, um sie fest zu halten. Doch niemand konnte sie aufhalten.
Nightmares schoss auf den ersten Hund zu, der erschrocken den Kopf hoch riss und sie mit weit aufgerissenen Augen anstarrte. Ihr Gewicht riss ihn aus seinem Gleichgewicht.
Ein Mensch schrie auf, die Leine wurde ihm aus der Hand gerissen. Nightmare rappelte sich wieder auf. Ihre Augen blitzten vor Entschlossenheit und Wut. Sie wusste, es gab nur zwei mögliche Wege, auf denen sie diese Stelle verlassen würde.
Entweder als Siegerin, oder Tote.
Nightmare hatte nicht wirklich viel Zeit, darüber nach zu denken. Der Boden unter ihren Pfoten schien aus glühenden Kohlen zu bestehen. Mit einen Satz sprang sie nach vorne und riss den ihr am nächsten stehenden Menschen zu Boden. Etwas scharfes bohrte sich in ihre Flanken und riss sie von ihrem Opfer weg.
Nightmare keuchte auf und trat zurück. Der Schmerz verstärkte sich. Nightmare bäumte sich auf. Ein weiterer, grausamer Schmerz, dann lies der Biss los. Atemlos lies Nightmare sich auf ihre vier Pfoten zurück gleiten und schnellte herum.
Ein paar grüne Augen lagen auf ihren Anglitz. Hasserfüllte Augen.
Im nächsten Moment spürte sie den Tritt in ihren Flanken. Der Hund sprang vor. Mit einen Satz war er auf ihr.
Nightmare schnappte nach seiner Kehle. Der Hund schnappte zurück. Instinktiv drehte Nightmare sich zur Seite und stießt ihren Feind von sich.
Es ging hin und her.
Mal lag der Rüde unten, mal die schwarze Hündin. Dazwischen mal der Schlag, ein Schrei oder ein Tritt eines Menschens.
Die Augen des Polizeirüdens funkelten vor Zorn und Hass. Die Augen der schwarzen Streunerin funkelten vor Ehrgeiz und Wut. Immer wieder verbiss sie sich in dem drahtigen Fell des anderen, immer wieder fügten seine Zähne ihr tötliche Wunden zu.
Und es war klar, keiner von den beiden würde eher aufgeben.
Nightmare wusste nicht, wie lange sie schon gerungen hatten. Plötzlich spürte sie erneut einen Stoß, die sie diesmal aus dem Gleichgewicht brachte.
Im nächsten Moment sah sie sich zwei Hunden gegenüber, die sich gegenseitig deckten und mit bedrohlichem Knurren näher kahmen.
Ab durch die Mitte...
Nightmare schluckte trocken und versuchte, ein möglichst bedröppeltes Gesicht zu machen. Einen Atemzug später sprang sie aber schon wieder vor. Ihre Zähne bohrten sich in das weiche Fleisch des Neuen.
Dann rollten sich drei kämpfende Hunde im schlammigen Boden.


[spricht mit Teek | läd Nahia ab | geht zurück]

(entschuldigt bitte, dass der Post so schepp geworden ist... )

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Ich habe so eine Sehnsucht zu sterben, denn es wäre kein Verderben. Kaum einer würd mich vermissen, ich fühle mich so innerlich zerrissen. Hass und Liebe sich umarmen, es hat keinerlei Erbarmen.
Ich hasse meine Suizidgedanken,
die ich habe Erlebten zu verdanken.
Ich will nicht mehr sein am Leben,
denn es ist nicht zum Erstreben.
Ich wünschte ich könnte ganz tief schneiden,
dann würd ich nicht mehr leiden.

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Zuletzt von Nightmare am Fr Nov 30, 2012 8:28 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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 Nahia


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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Fr Nov 30, 2012 3:21 am

Zuerst schien es so, als würde die Hündin noch teif schlafen. Nichts bewegte sich, mal abgesehen von dem leichten Heben und Senken ihrer Flanken. Doch da! Oder war das nur Einbildung? Nein, ganz sicher, ihre Pfote bewegte sich. Zuerst nur leicht, doch dann immer stärker, mit einem Mal zuckten auf die Ohren, an denen sich ein bisschen Dreck abgesetzt hatte. Und plötzlich öffnete Nahia blinzenld ihre Augen. Ihr war ein bisschen schwindelig und als richtig wach konnte man sie auch noch nicht bezeichnen. Doch ein Geräusch ließ sie hochschrecken. Oder besser gesagt mehrerer Geräusche. Die wütenden, manchmal schmerzverzerrten Schreie von Menschen, das aggressive Knurren und Bellen von Hunde und manchmal ein Winseln ließen kein Zweifeln, was dar abging. Es fand ein Kampf statt!
Sofort rappelte sich die Hündin auf, vor lauter Aufregung merkte sie gar nicht, dass sie nicht im Auto der Menschen lag. Doch nach einem halben Schritt landete sie schon wieder mehr oder weniger auf der Schnauze, war sie doch immer noch ein bisschen betäubt. So rannte sie weiter, weg von den Menschen und dem, gegen den sie kämpften, ohne in dem Wissen zu sein, wer genau das eigentlich war. Immer wieder stolperte sie, man konnte es also nicht direkt als laufen bezichnen, was sie tat, um abzuhauen.
Aber trotzdem kam sie schnell voran, denn nach eine Weile, sie wusste nicht, wie lange sie gelaufen war, aber sie war vollkommen außer Atem, entdeckte sie plötzlich Teek. Er war noch ein ganzes Stück entfernt, lief in einem lockeren Trab und schien irgendwas im Maul zu haben, aber sie konnte nicht genau erkennen, was es war.
"Teek" brüllte sie so laut sie konnte, obwohl das vermutlich nicht realitv laut war. "Teek!" wiederholte sie, wurde dann langsamer und blieb stehen, weil ihr das Rufen den letzten Rest Atem genommen hatte. Wieso blieb er denn nicht stehen und kam zurück? Oder tat er das und sie sah es einfach nicht richtig? Sie wollte eben nicht vollkommen alleine gehen, außerdem, und das war etwas wichtiger, war ihr gerade aufgefallen, das Nightmare nicht da war und nun brannte ihr die Frage auf der Zunge, wo die Hündin hin war, die doch mehr doer weniger die Anführerin ihrre kleinen Gruppe darstelllte.
Plötzlich hatte sie einen Einfall. Oder eine Vermutung. Der Blick der hübschen Hündin glitt zurück in die Richtung, aus der sie gekommen war und der Kampf stattfand. War es möglich, dass.. Aber nein. Oder doch? "Teek! brüllte sie erneut, diesmal lauter und eindrängender, weil sie wieder zu Atem gekommen war und ihr ein schrecklicher Verdacht gekommen war, welcher sich hoffentlich nicht bewahrheiten würde. Denn wenn, dann war Nightmare in Gefahr!

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And I'm so sick of lovesongs,
so tired of tears.
So done with wishing
you were still here.
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Fr Nov 30, 2012 11:12 am

Ein leises Tappen hallte durch die Gegend. Blades Pfoten schlichen auf den nackten Asphalt umher. Ihm war langweilig. Schon lange hatte er keinen mehr die Kehle aufgerissen oder ähnliches angerichtet. Sein irrer Blick flackerte durchgeknallt und voller Mordlust umher. Er blieb stehen, sein Kopf Hang runter. Seine Lefzen zu einem Jockergrinsen verzogen. Seine braunen Augen waren weit aufgerissen, die Pupillen verengt. Stille...

Kech kech kech lachte er krank auf und lies seinen Kopf nach oben schnellen. Seine Augen bestanden mehr aus dem weiß der Lederhaut. Die Iris war fast schwarz und die Pupille war rein gar nicht mehr zu erkennen. Mit seiner rauen Zunge leckte er sich über die Lippen.

Jenna hauchte er bedrohlich mit einem kranken Unterton.

Er konnte sie nicht sehen aber er roch sie, ihr Blut ihre Angst, ihre Wut einfach alles. Einfach alles... Blade senkte seinen Kopf leicht und schlich geräuschlos voran. Folgte der Duftnote von Jenna. Jeder Schritt brachte ihn und sein krankes Wesen näher an sein Opfer. Ein sein weibliches Opfer. Gibt es eine Bezeichnung für ein weibliches Opfer. Opferrin?! Ach egal. Blade war nur noch eins wichtig. Jenna zu erschrecken. Er wollte sie erzittern sehen. Erzittern von seinem kranken Blick, seinem durchgeknallten lachen. Er wollte endlich wieder jemanden Leiden sehen! Er wandte sich durch die engen Gassen lief rasch über die Straßen. Mit dem einen Ziel im Kopf. Mit dem gruseligen grinsen das bis über beide Ohren ging. Mit den durchgeknallten Blick. Er ging noch einmal um eine Ecke dann sah er sie. Jenna so wunderschön wie sie da stand noch schöner wäre sie in wenn sie Todes Angst hätte. Irgendetwas war bei ihr. Was es war wusste Blade nicht, war ihm aber auch relativ egal. Er will nun Jenna erschrecken! Mit geduckter Körperhaltung schlich er im Schatten der Gemäuer umher. Der Wind wehte direkt in seine Richtung. Perfekt! Sie würde ihn nicht bemerken. Wenn er sich nur leise genug an sie anschlich. Blade erinnerte sich daran wie er Jenna zum erstem´n mal traf. Sie lag unmächtig in einem Menschengarten und war ja so enttäuscht ihre Familie nicht beschützen zu können. Das war Blade egal. Danach wurde er von diesen dämlichen Hundefängern, die sich Tierschützer nennen eingefangen. Die liebe kleine Jenna kam nach einiger Zeit auch in die Zwinger. Ach ja wie toll waren die Zeiten bloß wo sie ihren verrückten Ausbruch planten. Diese Zeiten waren nun leider vorbei. Aber so ist das leben. Das leben hier ist hart und kein Wunschkonzert. Er schlich sich lautlos an Jenna an. Seine Augen glitzerten begeistert vor Vorfreude. Er kam ihr immer näher und näher. Bis er nun hinter ihr stand langsam Beugte er sich nach vorne und atmete absichtlich laut in ihr Ohr rein und hauchte ihr mit kranker Stimme ins Ohr.

1-2 Blade kommt vorbei
3-4 Er steht nun hinter dir
5-6 Jetzt holt dich gleich die Hex
7-8 Fast ist Mitternacht
9.10 Wir wollen schlafen gehen, nicht war Jenna?!



Er lachte leise bedrohlich auf. Was noch fehlt ist ein Gewitter mit dunklen Wolken und Blitzen. Aber da es nicht nach Gewitter aussah konnte sich Blade den dramatischen Auftritt sparen. Leider, wäre lustig gewesen. Er freute sich schon wenn sich Jenna endlich umdrehte.

{Zitat von Freddy Krüger}

{Ist Langweilig|denkt nach|wittert Jenna|freut sich nen Keks|will Jenna erschrecken|steht hinter jenna und haucht ihr was ins Ohr}
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 Gast

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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Fr Nov 30, 2012 11:41 pm

Eine leichte Brise fuhr Scymx durch ihr Fell und ließ sie kurz erschaudern. Mit fast geschlossenen Augen, da der Wind ihr in die Augen stach, lief sie umher. Inzwischen hatte sie nicht die geringste Ahnung wo sie war. Viele Gerüche schwebten durch die Luft, verschiedene Hunde, Menschen und auch Katzen, doch keiner kam ihr vertraut vor. Ein kleines bisschen Wut stieg in ihr auf, denn so hilflos war sie sonst nie. Ihre Pfoten waren an manchen Stellen schon blutig, da sie nun schon den ganzen Tag um her lief. Die Hündin kannte das Leben eines Streuners, jeden Tag musste man um das Überleben kämpfen, denn wenn man nur einen Moment nachgab wurde man gleich dafür bestraft.

Hunde sind daran gewöhnt abhängig von Menschen zu sein, wieso auch nicht ich meine sie geben einem ja wirklich alles, Essen, einem Platz zu Schlafen, ja sogar geben sie einem das Gefühl in einem Rudel zu leben. Doch Scymx hielt von all dem nicht viel. Sie brauchte die Freiheit, auch wenn diese manchmal Gefahren mit sich brachte.

Mit einem etwas mulmigen Gefühl rannte sie nun, wenn sie einen Platz finden wollte, an dem sie sich erst mal niederlegen konnte, sollte sie sich auch anstrengen und beeilen. Nach einer Weile, in der sie durch und durch rannte, fand sie einen kleinen Unterschlupf, eine sogenannte Metallplatte war an einen Baum gelehnt und gab somit ein bisschen Schutz. Erschöpft, aber dennoch wachsam legte sie sich unter den merkwürdig aussehenden Bau. Die Ohren der Fähe waren nach oben gestellt und sie machte sich auf jeden Angriff bereit, denn wenn sie eins gelernt hatte, dann dass man sich nie in einer unbekannten Umgebung ausruhen sollte, ohne auf alles bereit zu sein.

[läuft herum || sucht Unterschlupft || findet schließlich einen || ruht sich daran aus]
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 Teek

Gefangener Rächer
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Sa Dez 01, 2012 4:05 am

Während des Laufens starrte Teek auf seine Pfoten, die sich tief in die regenweiche Erde bohrten und die Krallen spreizten, um im losen Schlamm Halt zu finden. Der Schäferhundmischling verstand die anderen Hunde nicht. Er hatte sie nie verstanden. Was sollte Nightmares plötzliche selbstmörderische Idee, sich und Nahia in Gefahr zu bringen, nur weil die schwarze Hündin nicht mehr konnte? Es ging um ihr aller Leben. Das sollte Nightmare ein schmerzender Nacken und Muskelkater doch wohl wert sein. Ihre Idee war absolut sinnlos, genau wie Jennas Idee, den Polizisten zu beißen, statt ihm einfach auszuweichen, sinnlos gewesen war und ihnen nur Ärger eingebracht hatte. Und vermutlich würde auch Nightmares Idee ihnen allen nur noch mehr Ärger einbringen, wenn die schwarze Mischlingshündin sie ernsthaft in Tat umsetzte. Teeks ganzes Leben war voller Ärger, seit er sich dieser naiven Tiergruppe aus dem alten Bunker angeschlossen hatte. Er wusste gar nicht, was ihn dazu getrieben hatte, so etwas zu tun....alleine kam er viel besser zurecht. Auch, wenn Hunde angeblich Rudeltiere waren.

Geräusche von hinten, anscheinend entschied Nightmare jetzt, was sie tun würde. Teek spitzte die Ohren. Dann sind wir uns ja einig. Nightmare klang trotzig, was Teek ziemlich verwirrte. Warum das jetzt? Ging es der schwarzen Hündin überhaupt wirklich um Nahia oder nur darum, sich zu beweisen? Wenn sie Nahia wirklich hätte retten wollen, hätte sie sie trotz der Erschöpfung weitergetragen, zum Fluss, wo die Menschen unwiderbringlich ihre Spuren verlieren würden. Es war nicht mehr weit, ein Katzensprung. Warum also das jetzt? Ach, was auch immer. Für solche Spielchen hatte Teek keine Zeit, und er hatte auch keine Lust, sich mit einem Hund herumzuschlagen, der offenbar unbedingt in den Tod rennen wollte, oder ihn sehnsüchtig erwartete. Mit einem genervten Stoßseufzer drehte Teek sich um und hasste die Tatsache, dass er, der so ungerne sprach, sich jetzt schon wieder möglichst überzeugende Worte ausdenken musste, um Nightmare möglichst überzeugend von ihrer fixen Idee abzubringen.
Als er den Wald hinter sich absuchte, war Nightmare schon weg. Kein nasses schwarzes Fell mehr zwischen den Bäumen, keine hellen, ärgerlich funkelnden Bernsteinaugen. Nur leerer Wald, sehr leerer Wald. Auch Nahia war weg. Die tiefen Pfotenabdrücke der schwarzen Hündin, die anscheinend postwendend umgekehrt war, zeichneten sich deutlich im Boden ab, der vom Dauerregen so aufgeweicht war, dass man fast darin hätte schwimmen können. Am liebsten hätte sich Teek wieder nach vorne gedreht und wäre einfach weitergelaufen, aber er hatte Verantwortung und er hatte ein Gewissen, das ihm verbot, diese leichtsinnige Hündin einfach verschwinden zu lassen, wer weiß wohin. Wie dumm konnte ein einzelner Hund eigentlich sein? Und ich dachte immer, es seien die Menschen, die sich nicht zu helfen wissen... Teeks wütendes Knurren hallte durch den Wald. Es klang etwas dumpf, weil der Schäferhundmischling ja noch die Pistole im Maul hatte. Jetzt trug er diese zum nächsten Erdloch, ließ sie hineinfallen und wandte sich wieder zum Wald. Er verfiel in einen leichten Trab – so schwer, wie Nightmare an Nahia zu tragen hatte, konnte sie nicht sehr weit gekommen sein – und folgte den Pfotenspuren der schwarzen Hündin.

Teek war noch nicht sehr weit gelaufen, als plötzlich ein lauter Ruf durch den Wald schallte. Und nicht irgendein Ruf...sein Name. Zweimal. Teek! Der Schäferhundmischling machte einen Satz in die Luft und wirbelte herum, auf den Zehenspitzen stehend, bereit, auszuweichen, zu kämpfen oder zu fliehen, je nachdem, was los war.
Nightmares Spuren führten in ein dichtes Gebüsch hinein, und auf der anderen Seite wieder hinaus. Und zwischen dem wirren Blattwerk stand eine schlanke, hell gescheckte Australian-Sheperd-Hündin. Teek erkannte Nahia sofort. Sie war ziemlich schnell aufgewacht, dafür, dass sie erst vor so kurzer Zeit betäubt worden war. Zwar wirkte sie erschöpft und so, als müsste sie gleich umfallen, aber sie machte einen klaren Eindruck. Wo war Nightmare? Ihr ursprünglicher Plan war doch gewesen, bei Nahia zu bleiben, bis diese aufwachte...wo war sie hingelaufen? Teek knurrte innerlich, wütend über das verantwortungslose Verhalten der Schwarzen. Sie hatte Nahia einfach alleine gelassen. Eine andere Lösung gab es nicht. Aber warum? Was machte das für einen Sinn? Wenn Nightmare einfach mit zum Bach gelaufen wäre, wären sie den Menschen mit Leichtigkeit entkommen. Aber so war alles kompliziert geworden. Was hatte sich Nightmare nur dabei gedacht?

Die erste Frage, die wohl jedem eingefallen wäre, brauchte Teek sich gar nicht zu stellen: Wohin die schwarze Hündin gegangen war. Er war sich ziemlich sicher, dass sie sich auf die Suche nach irgendwelchen Zweibeinern gemacht hatte, die sie ablenken konnte – auch wenn diese Zweibeiner noch Kilometer entfernt waren. Dumm, dumm, dumm. Und Nightmare hatte Nahia einfach hier gelassen, nicht wissend, ob sie jemals zurückkommen würde. Oder vielleicht hatte Nightmare auch einfach fest damit gerechnet, dass Teek kommen und die Australian-Sheperd-Hündin einsammeln würde. Verdammt.

Kaum hatte Teek das gedacht, als erneut Lärm an sein Ohr drang. Genauso laut wie Nahias Ruf eben: Das laute Geschrei zweier Menschen – oder waren es mehrere? Teek konnte es nicht genau erkennen – und das laute Knurren und Heulen von vielen kämpfenden Hunden. Dazwischen laute Schläge und das metallische Schnappen von Kiefern. Teek meinte, auch Nightmares Knurren zu erkennen, war sich aber nicht sicher. Ohne zu schnuppern, ohne nachzudenken, wusste er sofort, was das bedeutete: Nightmare hatte ihr Ziel gefunden. Menschen, und Hunde. Und sie schienen sehr nahe zu sein, wenn man sogar das Schnappen der Hunde hören konnte. Dumm, dumm, dumm. Das war die ganze Aktion. Wollte Nightmare Selbstmord begehen? Am liebsten hätte Teek sie einfach sterben gelassen, hätte Nahia mitgenommen und Nightmare ihrem Schicksal überlassen Selbst schuld. Stattdessen knurrte der Schäferhund grimmig, und diesmal fletschte er sogar die Zähne, als stünde ein Feind direkt vor ihm. Pah! Er hatte Besseres zu tun, als den Babysitter für zwei leichtsinnige Hundedamen zu spielen und dabei auch noch in so eine Zwickmühle zu geraten. Aber er konnte nicht anders....sein Gewissen war stärker als seine Wut.

Teek zögerte nur noch den Bruchteil einer Sekunde, ehe er vorschnellte. Nahias dritten Ruf brauchte es nicht mehr. Wie ein Pfeil zog Teek an ihr vorbei, und wenn er nicht gewusst hätte, dass die Bunte zu dickköpfig war, um zu gehorchen, hätte er ein „Warte hier!“ in ihre Richtung gebellt. Stattdessen überließ er es ihr, was er tat. Es gab keine Zeit zu verlieren. Sie waren alle wach, sie konnten jetzt ohne weitere Probleme fliehen. Teeks Pfoten trommelten über den Boden. Verdammt, verdammt, verdammt, dachte er im Takt mit seinen Pfotenschlägen. Verantwortungslos, das war das einzige Wort, das ihm zu Nightmares Verhalten einfiel. Nahia einfach alleine zu lassen und sich selbst grundlos in Gefahr zu bringen – wie kam sie überhaupt dazu?

Teek brauchte nicht lange, um den Kampfplatz zu finden. Er umrundete ein Gebüsch und stand auf einem schmalen, staubigen Feldweg. Direkt vor Teek standen zwei Polizisten, die ihre Gewehre falsch herum hielten und versuchten, damit die drei kämpfenden Hunde zu trennen, die sich heulend und kläffend über den Boden rollten. Teek roch Blut, Angst und Hass. Zwei der Hunde hatten grüne K9-Geschirre um, mit der üblichen Aufschrift, die sie beim Kämpfen eher behinderten, als ihnen zu helfen. Der dritte Hund, der sich unter den beiden am Boden wand, war schwarz. Schwarz wie die Nacht, mit weit aufgerissenen bernsteinfarbenen Augen und von zierlicher Statur, so mager, dass man jede Rippe sehen konnte.
Nightmare.

Teek trat aus dem Gebüsch und richtete sich zu voller Größe auf. Die Wut in seinem Inneren pulsierte, schwappte über. Sie war kalt wie Eis und gleichzeitig heiß wie Lava, die gleich überkocht. Wut auf Nightmares dumme Tat. Wut auf die Menschen, die Teek alles genommen hatten. Wut auf die beiden fremden Hunde, die Nightmare feige zu zweit angriffen, statt sich ihr einzeln zu stellen. Wut auf sich selbst, weil er das Drama nicht hatte verhindern können. Wut auf alles und jeden. Teek sah Rot.
Er fletschte die Zähne, knurrte laut. “Oh nein, das tut ihr nicht, Freundchen!“ Beide Hunde wirbelten wie ein einzelnes Tier zu ihm herum, machten aber keine Anstalten, Nightmare loszulassen. Kurz starrten sich drei Hunde feindselig an, über Nightmare hinweg. Dann schnellten Teek und einer der Polizeihunde, ein Belgischer Schäferhund, gleichzeitig vor, als hätten sie Sprungfedern an den Pfoten. Sie jagten über die nasse Erde aufeinander zu wie zwei schwarze Schatten, und als nur noch zwei Sprünge sie voneinander trennten, lösten sich ihre Pfoten gleichzeitig vom Boden wie in einem Tanz, den sie einstudiert hatten. Ein Todestanz.
Mit einem hässlichen Geräusch prallten die Hunde in der Luft zusammen. Sie waren gleich groß und gleich stark, aber Teek hatte mehr Erfahrung, deshalb fanden seine Zähne die Kehle des Anderen, noch bevor die beiden wieder auf den Boden zurückfielen. Die Vorderläufe des Gegners fuhren über Teeks Schulter und umklammerten ihn, aber Teek biss fester, und mit einem Wimmern ließ der Polizeihund los und warf den Kopf hin und her, sodass sich Teeks Zähne aus seiner Haut lösten. Keuchend standen sie sich gegenüber, kamen wieder zu Atem. Dann sprang der Polizeihund erneut, aber Teek hatte nur darauf gewartet. Er tänzelte leichtfüßig zur Seite weg, rammte dann den Gegner hart in die Flanke, als dieser neben ihm aufkam. Mit seinem ganzen Körpergewicht – und das war nicht wenig – schleuderte Teek sich gegen den Anderen, der zwar zu Boden ging, aber eine geschmeidige Rolle machte und wieder aufstand – nahe bei seinem Herrchen, dem Polizisten. Zu nahe.

Mit einem lauten „Aus!“ ließ der Polizist die Hand vorschnellen und packte den Polizeihund am Geschirr, ehe dieser wieder auf Teek losgehen konnte. Der Hund brach in schrilles Wutgebell aus und warf sich gegen das Geschirr, wand sich, zappelte und stemmte die Pfoten in den Boden, um Teek zu erreichen. Dieser betrachtete abfällig das hiflose Getänzel des Gegners. Dumm. Das waren die Hunde, alle. Und die Menschen. Und überhaupt jeder. Aber jetzt musste Teek hier weg, die Polizisten würden ihn und Nightmare, die „aggressiven Köter“, sicher einfangen wollen. Er fuhr zu Nightmare herum, die mit dem anderen Hund rang. Sie schien sich gut zu schlagen, und normalerweise hätte Teek sie ihren Kampf alleine zu Ende bringen lassen, aber erstens hatten sie keine Zeit für solche Ehrensachen und zweitens war Teek nicht sicher, wie es um den Geisteszustand eines Hundes bestellt war, der freiwillig ins Messer lief. Also half er ihr lieber.
Im Grunde war es zu einfach. Als sich die beiden Kämpfenden kurz voneinander lösten, trat Teek lautlos an Nightmares Seite und baute sich zu seiner vollen Größe auf. Seine Augen sprühten Funken. Die Wut in seinem Inneren war zu groß, sie wollte heraus, wollte, dass Teek diesen Hund in der Luft zeriss und seine Fetzen noch einmal verkleinerte, aber Teek beherrschte sich. Es war lange her, dass er seinen letzten richtigen Wutanfall gehabt hatte...

Als sich Nightmares Gegner keuchend aufrappelte und sich den Regen und den Schlamm aus dem Fell schüttelte, sah er sich zwei Hunden gegenüber, die ihn mit gefletschten Zähnen anknurrten. Zwei Paar funkelnde Augen. Zwei aufgestellte Nackenfelle. Zwei Paar weiße Reißzähne. Verunsichert machte der Polizeihund einen Schritt zurück, schluckte und versuchte, sie beide gleichzeitig im Auge zu behalten, um sich nicht überraschen zu lassen. Er schien von alleine keinen Angriff mehr vorzuhaben.
“Nightmare“, zischte Teek aus dem Maulwinkel. “Lass uns verschwinden. Nahia wartet im Wald, wir laufen deine Spuren zurück.“ Seine Worte waren knapp und sachlich. Am liebsten hätte Teek noch “Du Mäusehirn“ hinzugefügt, aber das sparte er sich für später auf.

[ denkt nach | dreht sich zu Nightmare um | folgt ihr | findet Nahia | hört Kampf | wütend | rennt los | findet den Kampf | mischt sich ein | ein Hund wird von seinem Besitzer gepackt | hilft Nightmare mit dem anderen Hund | sagt ihr, dass sie verschwinden sollen ]

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ALONE WITH MY HATE

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 Jenna

Broken Soul
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Di Dez 04, 2012 12:32 am

Jenna schaute wütend auf Cain herab am liebsten wäre sie einfach verschwunden doch ihn hier einfach liegen lassen
das würde gegen ihren angeborenen Stolz verstoßen ein Stolz den die Schäferhund Mix Hündin einfach nicht brechen konnte.
Sie hörte plötzlich leise und bedrohliche Schritte auf sie zukommen. Im ersten Moment dachte die Hündin
es wäre ein Mensch doch bald konnte sie erkennen das es sich um einen Hund handeln musste.
Sie stellte ihre Ohren auf doch noch bevor sie sich umdrehen konnte hauchte ihr jemand etwas ins Ohr.
Jemand welche Stimme sie zu gut kannte und doch fürchtete. Jemand der wohl der einzigste war der Jenna Angst bereiten
konnte sie in ihren schlimmsten Alpträumen ferfolgte und sie obwohl sie ständig in Bewegung war immer wieder suchte
und immer wieder fand. Die Nackenhaare der Schäfehund Mischlings Hündin stellten sich auf und ihr dünner Körper
spannte sich angekrampft an. Ihre braunen Augen weiteten sich und ihre langen Krallen gruben sich in
die kalte, weiche Erde hinein. Mit leisem Atem atmete die Hündin ein und aus und schnappte nach Luft die ihr
in diesem Moment einfach fehlte. Jenna musste sich garnicht umdrehen um zu wissen wer da hinter ihr stand.
Sein großer, bedrohlicher Körper. Sein ferrückter Blick seine kranke, kalte Stimme all dies hatte sich in ihr Gedächtnis
eingebrannt. Er sagte seinen Spruch seinen altbekannten Spruch bei dem es Jenna jedes mal schaurig wurde.
Jenna versuchte taff zu sein sie wollte sich umdrehen im in seine Augen schauen und taff wie sie sonst war ins Gesicht
knurren doch die Hündin konnte es nicht. Sie konnte es nicht.
Blade... hauchte sie und gab keinen Muks von sich. Sie stand wie zugefroren da nur ihr kalter Atem
und die Atmung die durch ihren dünnen Körper zu sehen war zeigte das sie bei Bewusstsein war.

(steht bei Cain/ bemerkt das Blade hinzer ihr steht)

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 Nightmare

A Shadow in the Night
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Fr Dez 21, 2012 12:29 am

Nightmares Brustkorb bebte, als sie verbissen versuchte, ihren Gegner wieder zu Fall zu bringen. Doch dieser blieb hartnäckig. Fest stand er da, mit einem stechenden Blick und sein ganzes Gewicht gegen die schwarze Hündin stemmend. In seinen Augen war Entschlossenheit und Hass zu sehen, aber auch Mitleid. Nightmares Blick war kaum anders. Mit wilder Entschlossenheit stürzte sie sich auf ihren körperlich übermächtigen Feind.
Sie war entschlossen, das Leben ihres Rudels, der Streuner, zu schützen. Er war entschlossen, sein Rudel zu schützen, die Menschen und seinen Herrn. Ihr Hass galt den Menschen. In ihnen sah sie schlimme Feinde, die ihr und den Anderen nach dem Leben trachteten. Er hasste wiederum die Streuner. In seinen Augen waren sie gefährlich, aggressiv, unzivilisiert und unberechenbar. Sie rissen Tiere und töteten Menschen.
Aber da war auch Mitleid in seinem Blick. Was für eine Wut musste in seinen rassengleichen Feinden stecken, dass sie so aggressiv waren, und was für ein schreckliches Leben mussten sie nur führen?
Doch auch Nightmare empfand Mitleid mit ihrem Gegner. Sie verstand nicht, dass er den Menschen freiwillig folgte; dachte an das eingeengte Leben, das er führte und daran, wie gerne sie ihn in ihr Rudel aufnehmen würde, ihn von den Menschen befreien würde.
In diesem Moment bemerkte sie aus den Augenwinkeln den Schatten eines anderen Hundes. Ein muskulöser Schäferhund mit gebleckten Zähnen, wie es schien. Mit weiten Sätzen stürmte er auf sie zu.
Nightmare riss sich los und schnellte herum. Instinktiv stellte sie sich ihrem vermeintlichen Gegner entgegen, duckte sich und machte sich zum Angriff bereit. Erst im letzten Moment identifizierte sie ihren Angreifer als Teek. Ruckartig warf sie sich zur Seite. Knapp streifte ihr Körper den des Kameraden.
Der Menschenhund knurrte auf. Seine tiefe Stimme hallte in ihrem Ohr. Irgendetwas schien ihr daran bekannt vorzukommen. So, als würde sie diese Stimme kennen.
Quatsch!, tadelte die schwarze Hündin sich wütend in Gedanken und sortierte hastig die Pfoten unter ihrem Körper, ehe sie in einer fließenden Bewegung herum schnellte. Von ihrem Gegner war nichts mehr zu sehen. Stattdessen stand Teeks Gestalt dort. Groß, stattlich, stark und unerschütterlich. In seinen Augen sah sie Wut und Unverständnis. Schuldbewusst schlug sie die Augen nieder und nickte knapp. Mit leicht schwankenden Schritten stolperte sie vorwärts und verschwand im Gebüsch.
Die schwarze Hündin zwang ihre Pfoten, zu laufen. Schattengleich huschte sie durch den Wald; ihren Kopf hatte sie gesenkt und die Augen halb geschlossen. Krampfhaft versuchte sie, alle Schmerzen und Behinderungen auszublenden. Kaum registrierte sie den Weg, wie in Trance bahnte sie sich vorwärts. Kam mit Müh und Not zum Fluss und gelangte schließlich zum Bunker.
Nightmare japste nach Atem und quetschte sich durch den schmalen Hintereingang.
Sobald sie das kühle Metall unter sich spürte, sackten ihre Pfoten unter ihrem Körper weg. Übelkeit stieg in ihr auf. Sie hatte das Gefühl, ihr Magen würde sich umkehren. Matt ließ die schwarze Hündin den Kopf auf die Pfoten sinken und schloss die Augen. Ihr Blick war glanzlos, ohne Licht. Auf die Übelkeit folgte das Schwindelgefühl, das sie zwar schon die ganze Zeit über verspürt, aber erfolgreich verdrängt hatte. Das Bild vor ihren Augen begann zu schwanken, zu einer schwarzen Masse zusammenzuschmelzen. Dann kam das schrille Piepen in ihrem Ohr. Nightmare japste nach Luft. Ihr Körper fing unkontrolliert an zu zittern. Tränen traten ihr in die Augen, während sie krampfhaft versuchte, gegen die nahende Ohnmacht anzukämpfen.
Langsam rutschte sie immer tiefer in das Nichts hinein. Nightmare keuchte auf und versuchte verbissen, wieder auf die Pfoten zu kommen. Sie hasste diese Hilflosigkeit. Bleib wach, bleib wach, bleib wach!, schrie sie in Gedanken. Ihre Pfoten sackten unter ihr weg. Wie in Zeitlupe sah Nightmare sich fallen. Doch statt auf dem Boden des Bunkers aufzukommen, stürzte die Hündin ins bodenlose Nichts.

[denkt nach | bemerkt Teek | schämt sich und befolgt Teeks Anweisung | >> Bunker | bricht zusammen und wird ohnmächtig ]

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Ich habe so eine Sehnsucht zu sterben, denn es wäre kein Verderben. Kaum einer würd mich vermissen, ich fühle mich so innerlich zerrissen. Hass und Liebe sich umarmen, es hat keinerlei Erbarmen.
Ich hasse meine Suizidgedanken,
die ich habe Erlebten zu verdanken.
Ich will nicht mehr sein am Leben,
denn es ist nicht zum Erstreben.
Ich wünschte ich könnte ganz tief schneiden,
dann würd ich nicht mehr leiden.

Gedicht aus Stille Tränen
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 Teek

Gefangener Rächer
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Sa Dez 22, 2012 3:19 am

Überrascht zuckte Teek zurück, als Nightmare kampfbereit zu ihm herumwirbelte. In ihren Augen war nichts von der üblichen Trauer zu sehen. Es war, als bestünde Teeks Leidensgenossin nur noch aus Wut, als bestünde ihr Denken nur noch aus Kampfzügen. Man konnte Nightmares eisenharte Entschlossenheit förmlich spüren, sie knisterte in der Luft, so wie es knistert, wenn ein Gewitter in der Nähe ist. Wider Willen war Teek beeindruckt. Beeindruckt von ihrer Entschlossenheit und ihrer raubtierhaften Wildheit. Ja, auch sie war ein Hund, Nachfahr des Wolfes, und man sah es ihr an. Wenn Nightmare einen vernünftigen Grund dafür gehabt hätte, diese Polizeistreife anzufallen, hätte sie stolz auf sich sein können. Aber so...verdammtes Glück, dass die Polizisten noch nicht auf die Idee gekommen waren, einen Betäubungspfeil auf die Schwarze abzuschießen.

Teek erwartete, dass Nightmare ihn erkannte und ihm Platz machte, aber das tat sie nicht. Stattdessen duckte sie sich sprungbereit, drückte sich ab und segelte auf Teek zu, eine schmächtige schwarze Gestalt, die sich deutlich vom hellen Hintergrund abhob. Mit einem überraschten Laut sprang Teek rückwärts und fragte sich kurz, ob Nightmare jetzt endgültig verrückt geworden war – ihre Tat von eben hätte ja auf genau das hingedeutet – aber im letzten Moment schien Nightmare ihn zu erkennen, riss ihren Körper im Flug herum und streifte nur Teeks Schulter. Dem Schäferhund stellte sich das Nackenhaar auf. Du meine Güte. Seine Wut wuchs weiter, als führe sie ein Eigenleben, als sei sie ein großes, schwarzes Raubtier irgendwo in Teeks Innerem, dass an seinen Eingeweiden riss. Er warf Nightmare einen Blick voll wütender Verachtung zu. Da kam er, um sie zu retten, und als Dank griff sie ihn an. Na danke, gut gemacht.

Der Hund, mit dem Nightmare gekämpft hatte – ein dunkler belgischer Schäferhund – schien sich von der ersten Überraschung erholt zu werden. Statt zurückzuweichen und klein beizugeben, wie Teek es erwartet hatte, stieß der Hund ein kurzes dunkles Knurren aus. Er klang nicht ängstlich. Er klang nur sehr, sehr selbstsicher, wie ein Hund, der felsenfest davon überzeugt ist, dass er das Richtige tut.
Teek hatte eigentlich gehofft, den Kampf ohne großes Blutvergießen zu Ende bringen zu können. Es war einfach gewesen, den Polizeihund in die Falle tappen zu lassen, der jetzt wütend an seiner Leine zerrte, sich immer wieder nach vorne darf und in einen Schwall gekläffter Beschimpfungen ausbrach. Der Polizist, der ihn an der Leine hielt, hatte alle Hände voll zu tun, um den rasenden Hund zurückzuhalten. Eigentlich hatte es sich eher zufällig ergeben, dass der Besitzer des Hundes nahe und geistesgegenwärtig genug gewesen war, um ihn zu packen und den Kampf zu unterbrechen. Teek hatte gedacht, mit dem zweiten Hund könne es vielleicht ähnlich funktionieren, ohne dass einer der Kämpfer sich allzu schwer verletzte, aber als der Polizeihund sich jetzt aufrichtete, die Lefzen kräuselte und zwei tadellos weiße, scharfe Zahnreihen offenbarte, wusste Teek, dass es mit diesem hier nicht so einfach sein würde. Er seufzte innerlich. Wenn er irgendeine Macht über sein Leben gehabt hätte, dann wäre keiner der Kämpfe heute zustande gekommen. Teek kämpfte, weil er es konnte, weil er kämpfen musste, um zu überleben. Teek kämpfte auch, weil er es von klein auf tat und es seine Art war, das Leben zu konfrontieren. Aber er kämpfte nicht gerne, und auf keinen Fall einfach aus Jux und Tollerei, wie Nightmare es offenbar tat.

“Na schön, machen wir es auf deine Art“, grollte Teek und spannte die Muskeln an, aber er wurde wieder abgelenkt. Nightmare tauchte erneut neben ihm auf wie ein Schatten. Das helle, wütende Licht in ihren Augen war verschwunden, sie blickte traurig und gleichgültig drein wie sonst immer. Erst jetzt fiel Teek auf, dass ihr Fell nicht nur zerzaust und zerschrammt war, sondern dass sie auch einige blutende Wunden davongetragen hatte. Aber das war nun wirklich ihr Problem – das hatte sie nun davon. Ha, jetzt zieh bloß nicht die Ich-schäme-mich-ja-so-Nummer ab. Du hast dich völlig unnötig in Gefahr gebracht, aus Lust und Laune. Teek erwiderte ihren Blick wütend. Kurz starrten sie sich an, nichts regte sich, selbst der Polizeihund hielt still, als spüre er, dass etwas Wichtiges vorging. Schließlich schlug Nightmare die Augen nieder und nickte leicht. Bedeutete das, dass Teek Recht hatte? Oder meinte sie damit einfach nur, dass sie Teeks Worte verstanden hatte und sie nach ihnen richten würde? Wie dem auch sei, Nightmare zeigte sich mindestens dieses eine Mal unproblematisch. Sie drehte ab und verschwand im Gebüsch.

Aber irgendetwas stimmte nicht. Jetzt, da sich Teeks größte Wut beruhigt hatte, beobachtete er Nightmare etwas eingehender und merkte, dass ihr Atem schnell, japsend und unregelmäßig ging. Ihr Schwanz hing schlaff und müde hinunter, und als sie sich abwandte und auf das Gebüsch zulief, wankte sie leicht und stolperte sogar einmal. Sorge, scharf wie Heckendornen, prickelte in Teeks Fell. War sie verletzt? Würde sie es bis zum Bunker schaffen? Zwar war Nahia in der Nähe, aber die war auch gerade erst aufgewacht...der Schäferhund knurrte leise und unbehaglich in sich hinein, wie er es immer tat, um sich Mut zu machen.

“He!“ Die provokante Stimme des Polizeihundes ließ Teek herumwirbeln. “Was ist? Traust du dich nicht, mit mir zu kämpfen?“ Einer der üblichen Sätze, um den Gegner wütend zu machen. Ein wütender Hund kämpft nicht so gut wie ein ruhiger, konzentrierter Hund. Aber Teek war schon so wütend, wie es nur ging. Für mehr Wut hatte er weder Zeit und Energie. Also nahm er eine entspannte Haltung ein, machte sich so groß, wie es ging, und blickte verächtlich und scheinbar gelangweilt auf seinen Gegner hinab. Seine Augen sagten: 'Du interessierst mich nicht die Bohne, du halbe Portion.' Auf solche Gesten fielen die meisten Hunde herein, auch wenn es in Teeks Innerem ganz anders aussah, als er sich gab.
Jetzt beispielsweise drehten sich Teeks Gedanken wie Mühlenflügel. Muss nachdenken. Muss nachdenken... Es gab zwei Dinge, die er tun konnte: Sich dem Kampf gegen den Polizeihund stellen, um Nightmare einen Vorsprung zu verschaffen, oder Nightmare folgen und hoffen, dass sie wirklich zum Fluss gelaufen war, sodass der Polizeihund ihre Spuren verlieren würde, auch wenn er den flüchtenden Streunern folgte. Oder Teek konnte, um den Polizeihund zu verwirren, fliehen und eine völlig andere Richtung einschlagen als Nightmare. Welche Idee würde ihm und Nightmare mehr nutzen?

Wenn Teek jetzt nicht sofort verschwand, würden die Polizisten zur Tat schreiten. Sie wollten schließlich nicht tatenlos zusehen, wie ihr Hund in der Luft zerfetzt wurde. Und darauf, gefangen und wieder ins Tierheim verfrachtet zu werden, hatte Teek nun endgültig keine Lust. Aber wenn er jetzt Nightmare folgte, würde der Polizeihund ihn jagen, und auch wenn seine Besitzer langsamer waren und sicher nicht so schnell rennen konnten wie Hunde, wollte Teek kein Risiko eingehen...also sollte er eine völlig andere Richtung einschlagen als Nightmare, sodass der Hund von ihr abließ und stattdessen Teek folgte? Die klügste Lösung wäre es, aber irgendetwas hielt Teek davon ab. Er musste daran denken, wie müde und geschlagen die Hündin ausgesehen hatte, als sie in die Büsche davonstolperte. Irgendetwas stimmte nicht mit ihr. Sorge kribbelte erneut in Teeks Beinen. Sorge...ja, er machte sich Sorgen um Nightmare. Trotz der Dummheit, die sie begangen hatte.

Also würde er ihr folgen. Der Polizeihund würde die Spuren schon verlieren, spätestens am morastigen Flussufer. Wasser behält keine Gerüche. Kurz entschlossen antwortete Teek seinem Gegner: “Mit Haushündchen kämpfe ich nicht“, dann wollte er herumwirbeln, aber ein lautes, metallisches Schnappen dicht an seinem Ohr erregte seine Aufmerksamkeit. Er sprang zurück und blickte zur Seite, gerade rechtzeitig, um die weißen Reißzähne des Polizeihundes knapp neben seiner Kehle blitzen zu sehen. Rasch trat Teek ein paar Schritte zurück, nahm eine lauernde Pose ein. Er musste erst irgendwie den Polizeihund loswerden, sonst würde der ihn ja gar nicht gehen lassen...
Hierbei kamen ihm die Menschen unfreiwillig zu Hilfe. Sie hatten nur darauf gewartet, dass der Kampf sich unterbrach, sodass sie die wild gewordenen Hunde trennen konnten, ohne selbst gebissen zu werden. Als jetzt eine kurze Pause im Kampf entstand, schwärmten zwei von ihnen plötzlich mit lautem Geschrei und Händegewedel nach vorne aus. Teek zog sich noch weiter zurück, bis an den Rand der Büsche. Er hatte nicht direkt Angst. Aber das hier waren Menschen. Es war immer besser, sie zu meiden. Einer der Männer, der eine Hundeleine in der Hand hielt, stürzte sich nach vorne und packte Teeks Gegner am Geschirr, der sich unwillig duckte und in Teeks Richtung die Zähne fletschte. Teek erwiderte die Geste ungerührt, aber dann kläffte er auf und wich zurück, um dem Fußtritt zu entgehen, den der andere Zweibeiner ihm verpasste. Mit lautem Geschrei und einem Wortschwall in Menschensprache, von dem Teek nur Verdammtes Biest und tollwütig verstand, kam der Polizist weiter auf ihn zu.
Oh, oh. Zeit, dass ich verschwinde. Mit einem letzten gehässigen Blick in Richtung der beiden Polizeihunde, die sich wütend gegen die Leinen stemmten, drehte Teek sich um und huschte ins Unterholz davon, darauf bedacht, möglichst wenig Spuren wie geknickte Äste oder Pfotenabdrücke zu hinterlassen. Nur ein leichtes Gefühl von Triumph blieb ihm von der eben geschlagenen „Schlacht“. Das Bild der Hunde, die in ohnmächtiger Wut an ihren Leinen zerrten, würdelos und gefangen, bestätigte Teek, dass es richtig war, als Streuner zu leben. Es war ein hartes Leben, aber zumindest war man frei.

Das, was er dann sah und roch, wischte erst einmal alle anderen Gedanken aus seinem Kopf. Da, direkt vor ihm, verwaschen von dem Regen, der immer noch stetig auf die Welt hinunterprasselte, als wollte er sie ertränken, lagen einige dunkelrote Tropfen am Boden. Direkt neben dem Abdruck von Nightmares Pfote. Teek roch daran, und es gab keinen Zweifel daran, dass es die schwarze Hündin gewesen war, die geblutet hatte. Kurz schloss der Schäferhund die Augen, wünschte sich, das Blut würde weg sein, wenn er sie wieder öffnete, und er habe sich das alles nur eingebildet. Aber so war es nicht. Mit einem mühsam zurückgehaltenen Fluch auf den Lippen sprang Teek auf. Oh mein....da hat sie nun, was sie verdient hat. Aber ob sie es verdient hatte oder nicht, Nightmare brauchte seine Hilfe.
In stummer Hast eilte Teek durch den Wald. Er hatte es doch gewusst, dass die Idee unsinnig war. Er hatte es doch gewusst! Warum hatte Nightmare nicht auf ihn gehört? Teeks Pfoten schienen über den von nassem Herbstlaub bedeckten, federnden Waldboden zu fliegen. Er hielt nur inne, wenn er die Spur verlor, aber der Geruch nach Blut war so stark, dass er sie schnell wiederfand. Wenn Nightmare es nur bis zum Bunker geschafft hatte....die Worte Bitte, bitte hallten im Takt von Teeks Schritten in seinem Kopf wider. Warum sorgte er sich so sehr um eine dumme Hündin, die ihn eh nichts anging?

Teek bemerkte, dass Nightmare nicht ihre Spuren zurückgelaufen war, sondern Nahia einfach links liegen gelassen hatte und den direkten Weg zum Bach eingeschlagen hatte. Der Schäferhund zögerte keine Sekunde. Nahia ging es gut, der Polizeihund würde sie nicht erwischen, denn er wusste nicht, wo sie war, und er verfolgte ja nur Teek und Nightmare. Und es war Letztere, um die man sich Sorgen machen musste. Also weiter, weiter auf ihren Spuren. Als Teek den Bach endlich erreichte, verlor er Nightmares Spur fast, denn das Ufer war so morastig, dass es sich schon fast im Wasser auflöste. Mit schmatzenden Geräuschen sanken Teeks Pfoten im Schlamm ein, so tief, dass er Mühe hatte, sie wieder hinauszuzerren. Dann war er im Fluss, warf sich hinein und durchschwamm ihn mit wenigen kräftigen Zügen. Ohne sich zu schütteln sprang er am anderen Ufer wieder auf und rannte weiter, verlor keinen Gedanken mehr an irgendetwas. Den Rest des Weges kannte er auswendig, er hätte sich im Schlaf hier zurechtfinden können. Teek roch nur Nightmares Spuren und sah nur die dünnen Blutstropfen auf dem nassen Boden, als er den Wald verließ, auf den Feldern herauskam und das Letzte aus sich herausholte. Er streckte seinen geschmeidigen Körper und jagte wie ein Blitz über die Wiesen, verlor Nightmares Spur, kehrte um, verdammt-nochmal-wo-ist-sie-denn, ah, hier, schon wieder Blut, sie hatte ziemlich viel davon verloren, also weiter, denk nicht weiter nach, lauf einfach, er riss seinen Körper herum und begann wieder zu rennen, quer über den Acker, die Welt verschwamm vor seinen Augen, so schnell lief er, er hatte es ja gewusst, er hatte es gewusst...
Kurz vor dem Bunker stoppte Teek seinen Lauf und atmete tief durch. Sofort beruhigte er sich. Verdammt. Was sollte das denn schon wieder? Warum war er in Panik geraten? Es war nur Nightmare. Was mit ihr passierte, interessierte den dunklen Schäferhundrüden doch kein bisschen. Sie war ihm egal. Nur ein dummer Hund, wie die Anderen. Ob ihr etwas zustieß, konnte ihm einerlei sein, sie war ihm ja nicht mal symphatisch. Also mäßige dich und werd´ wieder du selbst, Teek. Nachdem Teek eine Weile lang tief geatmet hatte, spürte er, wie seine übliche kalte Ruhe zurückkehrte. Das panische Prickeln unter seinem Fell verschwand. Seine Sorge um Nightmare wich einem kalten, distanzierten Gefühl der Verantwortlichkeit für sie. Gut. Fast erleichtert trottete er weiter, diesmal ohne Eile. Nightmare hatte den Hintereingang genommen. So ein großer Hund wie Teek hätte da eigentlich gar nicht durchgepasst, aber Teek war wie alle anderen Streuner sehr mager, und mit Müh und Not zwängte er sich durch den Eingang – oder besser, durch das Loch – und kroch in das Innere des Bunkers.

Es war dämmerig hier, und die meisten Hunde und Katzen waren noch nicht da. Nightmare lag gleich vor dem Eingang. Ihre Augen waren geschlossen, ihr Atem ging schwer und zitternd, aber sie hatte den Kopf scheinbar entspannt auf die Pfoten gebettet. Teek erhaschte einen Blick auf George, den alten Schäferhund, der in einer Ecke lag und schlief, offenbar erschöpft von seiner Flucht vorhin. Tabby, eine Tigerkatze, wusch sich ausführlich. Niemand schien gemerkt zu haben, dass es Nightmare so schlecht ging. Klar – es sah so aus, als schliefe sie nur. Und offenbar hatte der Regen das Meiste von ihrem Blut weggewaschen, sodass man es kaum noch roch. Mit einem leisen Knurren näherte Teek sich ihr, senkte den Kopf und beschnüffelte Nightmares Gesicht. Sie roch nach Angst. Und nach Blut. Aber sie reagierte nicht. Ohnmächtig. Kein Zweifel.
Erneut wallte Panik in Teek empor, aber er schluckte sie herunter, kämpfte gegen sich selbst. Bewahr einen kühlen Kopf, Teek. Du warst doch Polizeihund. Was macht man in solchen Fällen?
Teek brauchte nicht lange, um auf die Antwort zu kommen. Plötzlich, bevor er etwas dagegen tun konnte, tauchte ein Bild vor seinen Augen auf: Sein erster Besitzer, Martin. Ihr letzter gemeinsamer Einsatz. Wie eine Kugel dicht neben Teek in den Boden einschlug. Wie Martin plötzlich aufschrie und dann getroffen zu Boden sank, während sich ein roter Fleck auf seiner Brust ausbreitete. Wie die Sanitäter mit ihren orangeweißen Anzügen Teeks Besitzer gerade hingelegt hatten, ihm seltsame bunte Kabel unter die Uniform gesteckt und ihn verbunden hatten, um ihn dann auf eine Trage zu hieven und in ihren Rettungswagen zu schaffen. Alter Schmerz durchzog Teek wie eine rote Wolke, aber diese Erinnerung half ihm nicht weiter. Er konnte Nightmare keine bunten Kabel ins Fell stecken und er hatte auch keinen Verband. Also musste er weiterdenken...ein zweites Erlebnis kam ihm in den Sinn: Er und Martin bei einem der „Schulbesuche“, die sie den Grundschulen manchmal abstatteten, um darüber zu reden, was Polizisten so machen und wie ihnen Hunde dabei behilflich sind und was man wann machen soll, wenn man gerade nicht die Polizei holen kann. So etwas wie eine stabile Seitenlage war darin vorgekommen. Das wusste Teek noch genau, denn Martin hatte ihn zur Veranschaulichung dieser stabilen Seitenlage den Befehl „Tot!“ gegeben, was bedeutete, dass Teek sich auf den Boden legen sollte, und zwar auf die Seite, wie tot. Damals war Teek begeistert bei der Sache gewesen. Heute konnte er nur verächtlich die Lefzen darüber kräuseln, wie würdelos er damals vor seinem Besitzer gekuscht hatte. Er, der unabhängige Hund, Nachfahre der Wölfe.

Stabile Seitenlage also. Wozu die gut war, wusste Teek nicht, aber im Endeffekt spielte das eh keine Rolle mehr. Kurz entschlossen trat der Schäferhundmischling dicht an Nightmare heran, packte ihr Nackenfell mit den Zähnen und zerrte an ihr, bis sie von ihrer Bauchlage auf die Seite glitt und genau so dalag wie Teek damals, wenn sein Besitzer ihm „Tot!“, sagte. Dann legte sich Teek neben sie und begann, sie verzweifelt mit den Zähnen am Nackenfell zu zupfen, falls das Nightmare irgendwie wecken konnte. Er sagte nichts. Das sparte er sich für später auf, wenn Nightmare wach war.

[ schaut Nightmare nach | besorgt | wechselt ein paar Worte mit dem Polizeihund | folgt Nightmare | gerät in Panik, als er ihr Blut sieht | rennt | beruhigt sich kurz vor dem Bunker wieder | geht rein | sieht Nightmare | erinnert sich an seinen alten Besitzer und daran, was er von ihm gelernt hat | bringt Nightmare in die stabile Seitenlage | zerrt sie am Nackenfell, um sie zu wecken ]
Sorry, für zwei Dinge. Erstens dafür, dass der Post so unmöglich lang geworden ist. Ich hab irgendwie verlernt, wie man sich auf das Nötige beschränkt Wink und Zweitens dafür, dass er so doof geworden ist. Ich hab auch irgendwie Schreibblockade zurzeit.

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 Nahia


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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   So Dez 23, 2012 2:06 am

Wie ein Pfeil schoss Teek an der Hündin vorbei und diese blickte ihm nur den Bruchteil einer Sekunde verwirrt nach, ehe sie ebenfalls loslief, dem anderen hinterher. Kampfgeräusche wurden lauter, je näher sie kamen. Nahia war schnell, ungewöhnlich schnell, wenn man bedachte, dass sie vor kurem noch wie ein Lämmchen geschlummert hatte. Aber der Polizist hatte wohl nur eine kleine Menge genommen. Zumindest wäre das die logische Erkläurung.

Schon kam der Feldweg in Sicht, auf dem sich drei kämfende Hunde befanden, einer davon wohl Nightmare. Während Teek ohne zu zögern auf die kleine Kampftruppe lospreschte und sich auf die Polizeihunde stürtzte, bremste die Hündin abprupt ab. Sie war vielleicht wieder bei Besinnung, trotzdem wäre ein Kampf naiv und dumm. Das erkannte selbst die sture Hündin.

In ein Gebüsch gekauert, beobachtete sie stillschweigend den Kampf. Überrascht zog sie die Luft ein, als Nightmare sich plötzlich auf Teek stürtzte. War sie verrückt geworden? Oder war es vielleicht gar eine Falle? Gehörte Nightmare villeicht doch gar zu den Polizeihunden und wollte helfen, die Streuner zu vernichten, hatte Nahia und Teek deshalb absichtlich hierher gelost? Es wäre unwahrscheinlich für diese Hündin, aber Nahia hatte schon lange aufgegeben, jemanden zu vertrauen. Erst recht nicht einer Hündin, die sich immer groß aufspielte, sozusagen as die Anführerin der kleinen Gruppe und doch jedem so gut wie unbekannt war.

Es mochte zynisch klingen, aber die Fähigkeit, jemandne zu vertrauen, hatte sie verloren, als ihre eigene Familie sich gegen sie gewandt hatte, einen Plan geschmiedet hatte, um ihr Leben vollends zu zerstören. Denn wenn man die Hunde, die man am besten zu kennen glaubte, die man liebte und ehrte, plötzlich gegen sich gewandt sah, die Zähne an der Kehle und alles versuchend, um jemanden auszulöschen - ja, dann zerbrach etwas in einem, zerstob in tausende Einzelteile, starb qualvoll. Und es tat jeden Tag weh, wenn man erkannte, dass man tot war. Nicht körperlich, die Seele war einem verendet. Man konnte niemanden mehr vertrauen, lieben, alles war vorbei. Und man vegetierte nurnoch gefühlslos jeden Tag vor sich hin.

Aber diese kleine Gruppe hatte es geschafft, dass sie sich wieder heimisch fühlte. zumindest ein bisschen. Nicht vollkommen alleine fühlte, in dieser grausamen Welt, die einen zu zerstören versuchte. Sie hatte vielelicht keine Freunde gefunden, zumindest nicht richtig. Aber Gleichgesinnte, gepeinigte Seelen die einen verstanden und das war möglicherweise noch mehr wert. Und wenn sich schlussendlich herausstellte, dass Nightmare eine Verräterin war, wäre alles vorbei. Nahia würde wieder alleine auf der Straße landen und so lange einsam herumirren, bis sie wirklic tod war. Verendet an der Grausamkeit der Welt.

Doch so kam es nicht. Stattdessen kämpften Teek und Nightmare Seite an Seite, bis die schwarze Hüdnin davon stobte, verletzt. Irgendwo an Nahia vorbei, sie nicht sehend. Und kurz darauf folgte auch Teek. Gerade wollte sich die Hündin aufmachen, den beiden zu folgen, als wütendes Geknurre an ihr Ohr drang, gefolgt vom dem eindrignlichen Geplapper eines Menschen. Sie wandte den Kopf, blickte die kleine Gruppe an und plötzlich - ließ der Mensch den Hund frei, ließ ihn laufen, den anderen hinterher.

Nein, das konnte die Hündin nicht zulassen. Er rantte direkt an ihr vorbei und genau in dem Moment ließ sich die schöne Hündin vorschnellen, krachte unsanft gegen die Flanke des Rüden, welcher jaulend auf den Boden knallte. Sie würde nicht gegen ihn kämpfen, sicher nicht. Aber ihn einfach laufen lassen, ihrer neuen Familie folgend und alles zerstörend, sicher nicht. Teek kümmerte sich um Nightmare, das war in Ordnung. So konnte sich Nahia kurz Zeit nehmen. Wütend knurrte sie, nutze es aus,d ass der Gegner noch am Boden lag und ließ die knackenden Kiefer zusammenklappen, sein Ohr zwischen den Zähnen einklemmend. Blut schoss aus der Wunde, benetzte Lippen und Zähne. Dann ließ sie los, lief weg, immer weiter. Das hatte einfach sein müssen. Mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht jagte sie auf den Flus zu, immer weiter, so schnell sie konnte, warf sich in die Fluten, wusste, der andere würde sie verfolgen. Aber sie bräuchte es nur bis ans andere Ende des Fluss schaffen, dann würde er ihre Spur verlieren.

Mit kräftigen Paddelbewegungen schwamm sie durch den Fluss, kam auf der anderen Seite an. Sie stemmte die kräfiten Beine gegen das Ufer und zog sich aus dem Fluss, brachte sich schnell in einem Grasbüschel in Sicherheit. Von dort beobachtete sie die andere Seite, doch nichts geschah. Vielleicht hatte sein Besitzer den Hund doch zurückgepiffen, weil sie ihm vermutlich das Ohr zerfetzt hatte. Und damit sein "gutes Aussehen" ruiniert hatte. Ob er wirklich gut aussah, konnte sie nicht beurteilen, immerhin hatte sie ihn nicht sonderlich gut betrachtet. Wie auch?

Als auch nach einigen Minuten nichts geschah, rannte sie weiter, überquerte einen großem Acker, der sie von dem Bunker trennte und schlüpfte, als sie endlich ankam, schließlich durch den Eingang, immernoch das Blut des fremden Rüden auf der Schnauze klebend.

[spam=oh gott, sry für den scheiß^^]

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And I'm so sick of lovesongs,
so tired of tears.
So done with wishing
you were still here.
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1. Kapitel: Ruhe in Fetzen

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