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 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen

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 Câine


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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Mo Dez 24, 2012 7:25 am

Câine spürte die Anwesenheit des Fremden Rüden.
Die Tatsache, dass der Fremde Ladybrid Angst machte, gab ihm neue Kraft.
Ein grollendes Knurren kam aus seiner Kehle, drang jedoch kaum zwischen seinen zusammengebissenen Zähnen hindurch.
Seine Pfote fühlte sich an, als stände der Wagen, der ihn getroffen hatte darauf und bohrte langa Glassplitter in sein Fleisch.
"We- bi--st d--u?", brachte er unter Schmerzen hervor, wobei noch mehr Blut aus seinem Maul drang.
Seine ganze Wange war davon schon verkrustet und sein Auge tränte.

Ein weiterer Wagen rollte vorbei und die Abgase waberten um sein Gesicht und in seine Schnauze, die er geöffnet hatte, um Luft zu schnappen. Der Rüde hustete, doch der Gestank brachte ihn zurück in die Realtiät. Die Schmerzen, die er bis jetzt als unangenehm empfunden hatte, wurden brutal und unerträglich, aber sie gaben ihm die Kraft sich etwas aufzurichten und zu Jenna und dem Fremden zu blicken. Ein großer schwarzbrauner Langhaarschäferhund mit wahnsinnigen Augen stand dort und grinste. "Geh---we-g vo-nn ih-r Chy--ro--!", knurrte er stockend, bevor seine kräftigen hellbraunen Beine zu zittern begannen und er kaum genug Kraft hatte, sich auf den Pfoten zu halten.

Wie in Zeitlupe schaffte Câine es schließlich, aufzustehen und ein paar wenige, schwankende Schritte zu machen, dann blieb er breitbeinig und mit gesenktem Kopf stehen."Wa--s ha--st d-u ni--ht verst--an-den?", fragte er wobei seine Zunge schwer vom Blut schien, das zu Boden tropfte. Seine rechte Pfote schien ihn nicht mehr halten zu können und knickte um. Er jaulte leise und hob sie hoch, wobei er fast aus dem Gleichgewicht gekommen wäre.


[spürt Blade-schafft es aufzustehen-hat eine gebrochene Pfote-steht vor Jenna und Blade]
[Jenna=Ladybird; Blade=Chyro]

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 Nightmare

A Shadow in the Night
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Do Dez 27, 2012 11:37 pm

Die schwarze Hündin lag reglos am Boden. Sie hatte die Augen geschlossen, ihre Sinne fühlten sich an wie betäubt. Nur im Nacken spürte sie ein leichtes Ziehen. Wo war sie?
Die Kälte des Metalles unter ihr kroch an ihr hoch und schien mit langen Fingern nach ihr zu greifen. Auch ihre Augenlieder fühlten sich schwer wie Blei an. Mühsam schlug sie sie auf.
Ein weiteres Ziehen im Nacken.
Die Welt um ihr war verschwommen, schien aus unklaren Shiluetten zu bestehen, die wild durcheinander tanzten. Wie betäubt versuchte Nightmare, ihre Pfote unter ihren Körper zu ziehen und sich zu erheben. Kraftlos sackten sie unter ihren Körper weg, wie lose Gummibänder.
"Teek." Langsam drehte Nightmare ihren Kopf und sah den Schäferhund mit leeren Augen an. Ihr Mund war trocken und ihre Kehle kratzig. Was war passiert?
Nur langsam kamen die Erinnerungen zurück. Der Mord, die Verfolgungsjagd, der Angriff. Einfach alles.
"Es...es tut mir Leid, Teek.", beschämt senkte die Hündin den Kopf. Ihr war klar, dass es, wenn es soweit kommen sollte, sie alle Schuld auf ihre Schultern nehmen müsste, aber auch wollte. Bis jetzt hielten sie wahrscheinlich nur Nightmare für wirklich gefährlich. Und wenn die Menschen angreifen würden, würde Nightmare sich stellen, und wenn das ihr Tod bedeuten sollte...

(sorry, ist etwas wenig geworden, und es kommt auch noch etwas dazu. Zwar nicht wichtige Sachen, aber details und so. Ich wollt nur Teek nicht vom Posten abhalten und so ^^)

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Ich habe so eine Sehnsucht zu sterben, denn es wäre kein Verderben. Kaum einer würd mich vermissen, ich fühle mich so innerlich zerrissen. Hass und Liebe sich umarmen, es hat keinerlei Erbarmen.
Ich hasse meine Suizidgedanken,
die ich habe Erlebten zu verdanken.
Ich will nicht mehr sein am Leben,
denn es ist nicht zum Erstreben.
Ich wünschte ich könnte ganz tief schneiden,
dann würd ich nicht mehr leiden.

Gedicht aus Stille Tränen
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 Teek

Gefangener Rächer
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Sa Dez 29, 2012 2:25 am

Endlich! Teek wusste nicht, wie lange es gebraucht hatte, Nightmare zu wecken, aber es war entschieden zu lange gewesen. Er hatte an ihrem Nackenfell gezerrt, jedes vergebliche Mal etwas stärker, hatte leise geknurrt, um sie aufzurütteln, bis er endlich sah, wie die Augenlieder der schmächtigen schwarzen Hündin flatterten. Fast hatte er gedacht, sie sei tot. Aber dafür waren Nightmares Verletzungen nicht schlimm genug. Und trotzdem...Sorgen, ehrliche, aufrichtige Sorgen hatte er sich um die Schwarze gemacht. Normalerweise lief es so: Wenn Teek sah, dass jemand Hilfe brauchte, half er ihm. Nicht, weil er ein gutes Herz hatte, sondern einfach aus Prinzip. Weil er immer das tat, was er für das Richtige hielt. Weil ein ehemaliger Polizeihund nicht dabei zusehen kann, wie andere in Schwierigkeiten geraten, ohne zu helfen. Aber Teeks Herz hatte noch keiner der geretteten Artgenossen berührt. Sie und ihr Schicksal hatten ihn kaltgelassen; er war dazugekommen, hatte „seine Pflicht“ erledigt und war verschwunden, manchmal sogar, bevor die Fremden ihm danken konnten. Sie waren ihm egal. Aber da gab es einige Hunde und Menschen, die ihm wirklich wichtig gewesen waren, die er gerettet hatte, um ihnen zu zeigen, wie viel sie ihm bedeuteten. Sein erster Besitzer, Martin. Kyle. Und Nightmare...Nightmare...

Nein. Sie bedeutete ihm nichts. Und wenn doch, dann nur, weil sie seine Anführerin war, weil er gezwungen war, sich in ihrer Nähe aufzuhalten und zu leben. Teek wusste gar nicht, warum er sich dieser verrückten Gruppe aus Hunden und Katzen angeschlossen hatte, die in „friedlicher Zusammenarbeit“ leben wollte. Hunde, gut – es gab auch bei den Straßenhunden manchmal „Clans“. Aber Katzen? Katzen waren Einzelgänger. Und Teek schien das auch zu sein, denn wenn man von Kyle einmal absah, hatte er nie den Wunsch verspürt, einen Artgenossen um sich zu haben. War ja letztendlich egal, ob er alleine zugrunde ging oder ob jemand ihm dabei zusah. Er brauchte niemanden. Aber vielleicht, meldete sich eine leise Stimme in seinem Kopf, die sich wie Kyles anhörte, vielleicht brauchen sie dich ja... Oh Kyle. Teek hätte, wenn man ihn gefragt hätte, das Verhältnis von ihm zu Kyle nicht beschreiben können. Sie waren keine Seelenverwandte. Aber sie verstanden sich trotzdem, weil Kyle immer alles verstand, und sie kamen trotzdem miteinander aus, weil Kyle sich nichts darauf einbildete, dass er immer alles verstand. Es war wunderbar gewesen mit ihm, und ihn jetzt verloren zu haben, war eigentlich mehr, als Teek verkraften konnte.

Diese Gedanken gefielen Teek nicht und unwillkürlich straffte er sich. Pah! Ich kann alles verkraften. Und selbst wenn nicht, sollte ich in Gedanken lieber nicht zu sehr abschweifen. Genau in dem Moment regte sich Nightmare und stöhnte leise. Es gefiel Teek nicht, dass sie so vor ihm am Boden lag. Es gab ihm ein unangenehmes Gefühl von Macht...er mochte es nicht. Also trat er zurück und ließ sich mit einer weichen Bewegung fallen, sodass er jetzt neben Nightmare lag. Sie hatte die Pfoten unter den Körper gezogen und versuchte offensichtlich, sich aufzurichten. Aber sie machte nicht den Eindruck, als könnte sie stehen – eigentlich wirkte sie noch nicht einmal vollständig wach. “Bleib liegen“, knurrte Teek. Er war sicher kein Sanitäter, aber seine Erfahrung und sein gesunder Hundeverstand sagten ihm, dass es unklug wäre, wenn Nightmare gleich wieder Action machte. “Bleib still liegen, bis du dich besser fühlst.“

Er glaubte nicht, dass Nightmare ihn gehört hatte oder gemerkt hatte, dass er etwas zu ihr gesagt hatte. Dass sie ihn überhaupt bemerkt hatte, wurde Teek erst klar, als sie den Kopf wandte und ihn mit trüben Augen ansah. Sie sah, milde gesagt, schrecklich aus. Als ginge es ihr wirklich nicht gut. Unwillkürlich streckte Teek den Kopf vor und schnüffelte besorgt an ihrer Schnauze, aber er roch nichts, das ihm irgendeinen Hinweis auf ihr momentanes Befinden hätte geben können. Außerdem war es ihm unangenehm, sie so hilflos zu sehen. Also erhob er sich und wollte sich zum Gehen wenden, als Nightmares Stimme ihn zurückrief. Teek.
“Es...es tut mir Leid, Teek...“
Das Fell des Schäferhundrüden prickelte vor Unbehagen. Es tat ihr Leid...tat ihr Leid! Warum sagte sie das so? Es war eben passiert, man konnte es nicht mehr ändern, sie steckten eh schon in schlimmen Schwierigkeiten und jetzt brauchte es niemandem leidzutun, und niemand brauchte sich zu entschuldigen. Es war alles in Ordnung, sie musste nicht weiter darauf eingehen. Teek hasste solche Momente. Was sollte er darauf bitte antworten? Mit einem gereizten Ohrenzucken drehte er sich zu Nightmare um. “Ach, vergiss es. Ich treibe jetzt was zum Fressen für dich auf. Bleib am besten still liegen und atme regelmäßig, bis du dich wieder etwas besser fühlst.“ Und damit drehte er sich endgültig um. Er wollte nur noch seine Ruhe haben, draußen, wollte den kühlen Regen auf seiner Haut spüren und den Wind, der durch sein Fell fuhr, wollte statt Blut und Tod den Geruch von Feldern und Freiheit in der Nase haben und auf andere Gedanken kommen, ohne irgendwelche anderen Hunde, die um ihn herumschwarwenzelten. Mit einer ruckartigen Bewegung trabte Teek los, vorbei an Nightmare, vorbei George, vorbei an Tabby, vorbei an Nahia, die es, wie er erleichtert bemerkte, zum Bunker geschafft hatte und jetzt in einer Ecke nahe des Eingangs lag. Er nickte ihr zu, dann war er beim Eingang und schlüpfte nach draußen. Endlich kam er hier raus.

[ erleichtert, weil Nightmare aufwacht | fühlt sich unbehaglich | antwortet barsch | verlässt den Bunker, um eine Maus für Nightmare zu fangen | nickt untewegs Nahia zu ]
Sry, der Post ist auch nicht gerade toll geworden Wink

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 Nightmare

A Shadow in the Night
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   Sa Dez 29, 2012 4:13 am

Nightmare blinzelte leicht. Mit jeden Atemzug schien ihr Kopf klarer zu werden. Die Schatten der Welt wurden schärfer und die alte Kraft kehrte langsam aber sicher in ihre Glieder zurück. Die schwarze Hündin richtete sich leicht auf, sodass sie nicht mehr wie ein Fußabtreter auf den Boden lag, sondern halb saß und starrte die Wand an.
Teeks Worte registrierte sie kaum. Auch das der Schäferhund sich zurück zog, bekam sie nicht mit. Ihre Gedanken waren alleine auf die vergangenen Minuten gerichtet...
[i]Konzentrier dich! Was weißt du alles? Es waren Schienen, Blizzard und ein Mensch. Ein Mann? Eine Frau? Sie waren gefesselt. Mit Seilen. Was für einen Seil? Drei mal fein säuberlich durchgeteilt. Gab es viel Blut? Nein. Die Menschen wussten nicht schnell davon. Sie waren entsetzt. Und weiteres? Mist, warum habe ich nicht besser aufgepasst...
Nightmare verengte ihre Augen zu zwei engen Schlitzen.
Mist, Mist, Mist. Da war doch noch mehr. Genau, der Geruch. Nach was roch der nochmal? Reptilien? Wie weit war der verteilt? Mist... "Wir brauchen mehr Informationen!" Ihre letzten Gedanken sprach Nightmare laut aus. Ruckartig sprang sie auf. Vergessen war der Schmerz, die Ohnmacht und der Hunger. Inforamtionen. Es gab so viele Lücken. Zu viele Lücken. Sie schnellte herum in die Richtung, wo vor ein paar Minuten noch Teek gesessen hatte. DOch der Schäferhund war verschwunden. Die anderen Hunde sahen sie schräg an. Nightmare beachtete sie nicht...
[denkt nach]
***


Die getigerte Katze bahnte sich vorsichtig einen Weg durch den engen Eingang, der nur von ihnen genutz wurde. Unbemerkt drang sie in den Bunker ein und huschte sofort in den vorderen Teil, wo sich größtenteils die Hunde aufhielten. In ihren Maul baumelte eine Maus, die sie vorher gefangen hatte und nun achtlos auf den Beutehaufen warf. Im Gegensatz zu den Hunden sammelten sie die Beute und teilten sie gerecht unter sich auf.
Im Durchgang zu den vorderen Teil des Bunkers blieb sie kurz stehen und lauschte. Die kräftige Stimme der halben Anführerin der Hunde hallte in ihrem Ohr. Sie brauchte also Informationen...
Ein wissendes Lächeln schob sich auf ihre Lippen, als sie mit erhobenen Kopf in den Raum spazierte und ihren Blick auf Nightmare richtete. "Ich", Sie machte eine kurze Kunstpause, um sicher zu sein, dass sie auch alle Aufmerksamkeit von Nightmare hatte, "hätte ein paar Interessante Informationen."
Lässig schlug sie mit dem Schwanz und musterte die Hündin beinahe erniedrigend. Dann wante sie sich ab und erklomm mit zwei, drei Sätzen einen kleinen Vorsprung. Dort machte sie es sich gemütlich und sah lächelnd zu Nightmare hinab. "Und, was ist, willst du sie wissen?"
[kommt rein | hört Nightmare | erklärt ihr, dass sie etwas wüsste]

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Ich habe so eine Sehnsucht zu sterben, denn es wäre kein Verderben. Kaum einer würd mich vermissen, ich fühle mich so innerlich zerrissen. Hass und Liebe sich umarmen, es hat keinerlei Erbarmen.
Ich hasse meine Suizidgedanken,
die ich habe Erlebten zu verdanken.
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 Teek

Gefangener Rächer
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BeitragThema: Re: 1. Kapitel: Ruhe in Fetzen   So Dez 30, 2012 4:33 am

Ein erleichtertes Seufzen entrang sich Teeks Kehle, als er endlich frische, regenfeuchte Luft einatmete statt trockene, alte, „geschlossene“ Luft wie die im Bunker. Er wusste wirklich nicht, warum Nightmare und die anderen Tiere es sich antaten, da unten eingepfercht herumzusitzen. Sie waren vor Regen geschützt, gut – Katzen hassten Wasser, das war ja noch verständlich. Aber die Hunde? Sie waren freie Tiere, Nachkommen der Wölfe. Und Wölfe setzen sich auch nicht mit Katzen in einen Erdbau und warten auf gutes Wetter, wenn es regnet. Teek mochte jedes Wetter. Er mochte es, wenn der Regen die Luft reinwusch und den Gestank nach Zweibeinern und Autos daraus entfernte. Er mochte das Grollen des Donners und das Knistern eines sich entladenden Blitzes, die prickelnde Spannung in der Luft während eines Gewitters. Er mochte die Stille und das bläuliche Schimmern des Schnees im Winter. Nur wenn es zu heiß war, war für Teek wirklich „schlechtes Wetter“. Er war kein Hund, der für die Hitze gemacht war.

Aber gut. Es gab wirklich wichtigere Dinge, über die er nachdenken oder die er tun musste. Erstens: Eine Maus für Nightmare fangen. Zweitens: Nachprüfen gehen, ob die Menschen die Spur der Hunde aufgenommen hatten. Viertens: Sich Gedanken über den Mordfall machen. Kurz hatte Teek Blizzards Tod aus seinem Kopf verdrängt, denn er hatte genug damit zu tun gehabt, sich selbst und den anderen das Leben zu retten. Aber jetzt...er musste daran denken, wie das, was ehemals ein gesunder Husky gewesen war, auf den Gleisen gelegen hatte. An die Fessel. Er hatte den Täter nicht gerochen, der Geruch nach Blut war zu stark gewesen, aber was war mit dem Hund, den er gerochen hatte und der vorher schon bei den Gleisen gewesen war – dieser Wolfshund? Vielleicht wusste er etwas. Und George, der alte Schäferhund. Der hatte schließlich mit eigenen Augen gesehen, was passierte. Vielleicht konnte er Teek beschreiben, wie der Täter ausgesehen hatte, und mit etwas Glück konnte er sogar dessen Geruch wiedererkennen. Wobei Teek sich nicht sicher war, wie viel die Nase des alten Hundes noch leisten konnte. Oder, meldete sich eine kleine Stimme in Teeks Kopf, Nightmare weiß etwas. Sie hatte den Tatort auch untersucht, nach Teek. Vielleicht hatte sie etwas gerochen – etwas, dass Teek entgangen war...während Teek sich in flottem Trab vom Bunker entfernte, nahm er sich vor, Nightmare später zu fragen. Er musste an die Polizisten denken, die wie ein Schwarm Bienen auf den Gleisen herumgewuselt waren und sicher die letzten nützlichen Spuren vernichtet hatten, die sie mit ihren schweren Stiefeln in den Staub getreten und mit dem Gestank ihrer Polizeiwagen unbrauchbar gemacht hatten. Und dann an den toten Blizzard. Brennender Hass auf die Menschen stieg in Teek hoch. Na gut – einige von ihnen meinten es gut, aber sie waren zu unbeholfen und hatten kein seelisches Gleichgewicht, und die Konsequenzen von dem, was sie taten, war immer gleich schlecht. Das hatte er sehr schnell gelernt.

Nur, dass es diesmal einen Menschen zu geben schien, der es nicht gut meinte. Jemanden, der Tiere und Menschen tötete, und zwar grundlos. Nur, weil er es so wollte. Einen Verrückten. Und wenn Teek seine eigene Rasse schützen wollte, dann musste er diesen Verrückten irgendwie aufspüren und...und was dann? Daran hatte er noch nicht gedacht. Was macht man mit einem Zweibeiner, der nicht zögert, Tiere und Menschen zu töten, und der es mit bloßen Händen schafft, einen äußerst wehrhaften Husky zu fesseln? Ohne die Hilfe der Polizei – und mit Menschen hatte Teek für den Rest seines Lebens abgeschlossen – ließ sich da wirklich wenig ausrichten. Und überhaupt, wer sagte, dass Teek seine eigene Rasse schützen wollte? Er brauchte niemanden in seiner Nähe, und niemand brauchte oder wollte ihn in seiner Nähe haben. Teek war Teek. Er war nur er selbst. Mit der Tierart Hund hatte er, genauso wie mit den Menschen, endgültig abgeschlossen, als er Kyle verlor. Er interessierte sich kein bisschen für die Angehörigen seiner Art, verdammt, und selbst wenn Kyle noch bei ihm gewesen wäre, wäre Teek nicht auf die Idee gekommen, wegen eines toten Hundes zu ermitteln, den er nicht einmal gekannt hatte...nein. Teek vielleicht nicht. Aber Kyle hätte ihm ins Gewissen geredet. Er konnte das gut. “Klar kannst du sie ihrem Schicksal überlassen. Aber wie wird es sich anfühlen, ihnen nicht geholfen zu haben? Du weißt, was richtig ist und was falsch. Diese Tiere brauchen jede Hilfe, die sie kriegen können. Wie würdest du dich fühlen, wenn ich es wäre, der da draußen auf den Bahngleisen verendet wäre? Was dann?“

Egal. Darüber denken wir nach, wenn es soweit ist. Mit einem leisen Knurren rief Teek sich selbst ins Gedächtnis, dass er auf der Jagd war, dann kauerte er sich tief in das trockene gelbe Gras und hielt still. Seine gespitzten Ohren spielten und fingen jedes Geräusch im Umkreis von mehreren Kilometern auf. Überall im Gras raschelte es leise – Kleine Tiere, die auf Nahrungssuche waren. Vögel, Mäuse, vielleicht sogar Feldhamster. Aber keiner war in Teeks Reichweite, und wäre der Schäferhund aufgestanden, hätte er sie sofort vertrieben und hätte von vorne anfangen müssen. Also regte er sich nicht, versuchte sich so zu benehmen und so zu denken, als sei er nur ein unwichtiger Teil der Landschaft, und wartete geduldig. Lange. Sehr lange. Geduld ist die wichtigste Tugend eines guten Jägers.
Nach einer Weile sah Teek endlich aus dem Augenwinkel, wie sich im Gras dicht neben ihm etwas regte. Etwas Kleines, Graubraunes. Er rührte sich nicht, aber er beobachtete gespannt, wie die Maus – denn es war eine – durch das Gras huschte und ab und zu stehen blieb, um an einem Samenkorn zu knabbern oder ein Korn aufzuheben, das sie fallen gelassen hatte, oder um sich zu kratzen. Sie bewegte sich arglos auf Teek zu und war fast neben seinen im Gras ausgestreckten Vorderbeinen angelangt, als sie endlich bemerkte, dass irgendetwas nicht stimmte. Mit witternd in die Luft gestreckte Nase erstarrte sie. Erstarren ist eine natürliche Angstreaktion bei kleinen Tieren, und manchmal kann sie nützlich sein: Wenn der Jäger die Beute nur riecht, sie aber noch nicht entdeckt hat, kann es sein, dass er eine reglose Maus einfach übersieht, niemals aber eine Maus, die sich bewegt. Aber in diesem Fall hatte die Maus Pech. Teek hatte sie bereits im Blick und er wusste, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen war. Ohne zu Zögern sprang er aus dem Liegen hoch in die Luft, landete dann, die Vorderpfoten voraus, wieder am Boden und spürte den kleinen, pelzigen Körper, der sich zappelnd und um Hilfe quiekend unter seinen breiten Pfotenballen wand. Schlamm spritzte auf, als er wieder auf der Erde aufkam. Wie eine Rakete schoss Teeks Schnauze nach unten, und als er die Krallen von der Maus hob, hatte sie gar keine Zeit zu reagieren: seine Zähne schlossen sich um sie, und sofort erschlaffte das kleine Tier zwischen Teeks Kiefern. Er knurrte befriedigt, schüttelte den Kopf, um sich zu vergewissern, dass die Maus wirklich tot war, und dann drehte er ab und trottete los, Richtung Bunker. Manchmal, dachte er, Manchmal dreht sich das Leben wirklich im Kreis, und nichts geht so vorwärts, wie man es will.

Als er sich klein machte und durch den Vordereingang in den Bunker glitt, bemerkte er, dass Nightmare nicht mehr alleine war. Sie hatte sich aufgesetzt und sprach mit einer Katze, die Teek erstaunt als die graubraune Tigerkätzin erkannte, die bei den Gleisen Nightmare gerettet hatte. Teek war sich ziemlich sicher, dass die Katze nicht im Bunker wohnte, aber sie wirkte so entspannt, als sei es ganz selbstverständlich, dass sie hier hereinspazierte. Das hatten wohl alle Katzen an sich. Der Schäferhundmischling trottete näher und hörte gerade noch, wie die Katze sagte: “...hätte ein par interessante Informationen. Und, was ist, willst du sie wissen?“
Teek runzelte die Stirn. Was konnte diese Katze schon wissen? Sie war auch bei den Gleisen gewesen – konnte es sein, dass sie dort schon vorher gewesen war, vorher, als das Verbrechen stattfand? Dass sie ebenfalls eine Zeugin war, wie George? Neugierig trat Teek näher, spuckte die Maus vor Nightmares Füßen aus und wandte sich an die Katze. “Sag schon“, knurrte er.

[ denkt über Kyle, Nightmare und über den Mord nach | nimmt sich vor, George und Nightmare nach genaueren Details auszufragen | fängt eine Maus | kehrt in den Bunker zurück | hört Mias Worte | neugierig | antwortet an Nightmares Stelle ]
Sry, der Post ist langatmig und langweilig, ich weiß..

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